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Die Bürger der Tschechischen Republik hatten von Anfang an ein ambivalentes Verhältnis zu Brüssel. Bereits beim Referendum vor dem Beitritt fiel das Land durch eine signifikant niedrige Wahlbeteiligung von nur 55% auf. Staatspräsident Václav Klaus ließ die Europaflagge auf seinem Amtssitz einholen, sein Nachfolger Miloš Zeman richtet nicht selten seine verbalen Angriffe gegen die EU. Somit ist das Ergebnis der aktuellen Umfrage im Auftrag von Český rozhlas vom Institut Median durchgeführt worden ist, durchaus überraschend. Fast zwei Drittel der repräsentativ ausgewählten Befragten, nämlich 64 Prozent, gaben an, dass sich der EU-Beitritt Tschechiens von 15 Jahren gelohnt habe.

Bei der Präsentation der Studie interpretierte die Soziologin vom Median-Institut, Blanka Vančurová, die Zahlen. Die positivere Stimmung in der Bevölkerung gehe einher mit den Zahlen aus Wirtschaft und vom Arbeitsmarkt: "An vorderster Stelle steht der freie Arbeitsmarkt, wenn man beide positiven Antwortkategorien betrachtet." Der zweite wichtige Faktor für die gute Beurteilung der EU-Mitgliedschaft war das Reisen ohne Visa und Grenzen. "Als Vorteil werden außerdem die europäischen Fördergelder gesehen. Das sagen ganze 70 Prozent der Befragten so. Abgesehen davon, nannten 66 Prozent der Tschechen die niedrigen Preise beim Telefonieren ins Ausland als Pluspunkt. Interessant ist dabei, dass dies auch von Menschen als Vorteil genannt wird, die die EU-Mitgliedschaft Tschechiens für überwiegend unrentabel halten", ergänzte Vančurová.

Die demographischen und regionalen Unterschiede manifestieren sich auch in der aktuellen Studie: je jünger die Befragten und je höher der Bildungsgrad, desto stärker die Zustimmung zur EU. Auch parteipolitisch gab es signifikante Ergebnisse. "Positiv bewerten die Mitgliedschaft Tschechiens in der EU vor allem Wähler der konservativen Parteien, also der Bürgerdemokraten, TOP'09, Christdemokraten und der Bürgermeisterpartei STAN. 84 Prozent von ihnen sehen einen positiven Einfluss der EU auf das Land", sagte Vančurová. Aber auch bei der rechtspopulistischen ANO betrachteten 70 % der Anhänger die EU-Mitgliedschaft als positiv. 

Zum 15-jährigen Jubiläum meldete sich auch der sozialdemokratische Premier von 2004, Vladimír Špidla, zu Wort. Er sieht im gestiegenen Zuspruch zu Europa eine Momentaufnahme, die von der guten wirtschaftlichen Lage getragen ist. "Die Mauer ist noch nicht ganz weg", bemerkte Špidla in einem Interview fürs IPG-Journal und warnte, dass ein Erstarken der Skeptiker aufgrund einer Krise jederzeit erfolgen kann. "Bei der Finanzkrise 2008 realisierten die Menschen, dass es auch als Mitglied der EU keinen Automatismus für Wachstum und Schutz vor Arbeitslosigkeit gibt. Dies führte zu einer großen Verunsicherung und verstärkte die Skepsis." 

Das mangelnde Wissen, wie die europäischen Institutionen funktionieren, und weswegen sie überhaupt existieren, mache die tschechische Bevölkerung besonders anfällig auf Argumente der EU-Gegner, sowohl von ganz links, als auch von ganz rechts. Tschechien als kleines Land der EU fürchte stets die Dominanz der großen Staaten, vor allem von Deutschland und Frankreich, meinte Špidla im Interview. Da immer wieder Großmächte in der jüngsten Vergangenheit über das Schicksal der Tschechen entschieden haben - sei es beim Münchner Abkommen oder bei der Niederschlagung des Prager Frühlings - sei die Bevölkerung besonders sensibel. Viele, die heute sich den EU-Skeptikern anschließen, seien auch enttäuscht von den Versprechungen, dass man nach dem Beitritt hierzulande bald soviel verdienen könne wie in Westeuropa. "Aber 15 Jahre nach dem Beitritt beträgt der Durchschnittslohn etwa 1200 Euro und damit nur ungefähr ein Drittel des Durchschnittseinkommens in Deutschland. Viele Menschen fühlen sich daher insgesamt wie Bürgerinnen und Bürger zweiter Klasse in der Europäischen Union", warnte der sozialdemokratische Ex-Premier.
bvv
15 Jahre EU-Mitgliedschaft: Das Verhältnis der Tschechen zur EU ist gespaltener denn je
Die einen wollen den 15. Jahrestag der Mitgliedschaft ausgiebig feiern, die anderen zeigen umso deutlicher ihre ablehnende Haltung zur Europäischen Union. Laut einer Studie, die vom tschechischen öffentlich-rechtlichen Rundfunk in Auftrag gegeben worden ist, sehen überraschend viele Tschechinnen und Tschechen die EU-Mitgliedschaft positiver als in den letzten Jahren. Die Haltung zu Europa ist allerdings sehr stark von der persönlichen Situation jedes Einzelnen abhängig. Bei Menschen mit niedrigerem Bildungsgrad, in benachteiligten Regionen, ist die EU-Skepsis besonders stark ausgeprägt.
25.04.2019
7.5., 19h
Restaurace Sněmovna
Prag 1, Jakubská 5

14.5., 19h
J.J.Murphey's Irish Bar
Prag 1, Tržiště 4

15.5., 9h
Hotel Angelo Prague
Prag 5, Radlická 1g

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ENGLISCHSPRACHIGE VERANSTALTUNGEN
IN TSCHECHIEN:

15.5., 9h
British CoC
Prag 1, Na Florenci 15

23.5., 10h
BCC Golf Tournament
Golf Resort Konopiště
Bystřice (Central Bohemia), Tvoršovice 27
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