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Facharbeitermangel? (Aus-)Bildungskrise? Arbeitsmigration? Wie steht es um den Betriebs- und Wirtschaftsstandort Tschechische Republik? Billige Produktionsstandorte, billige Arbeitskräfte, investorenfreundliche Gesetzgebung und Steuerpolitik prägten den Ruf Tschechiens noch vor zehn Jahren. Heute sieht die Sache etwas anders aus.
Die Anforderungen an tschechische Arbeitskräfte seien größer geworden, und viele, vor allem in Ausbildung Befindliche, können diese Anforderungen nicht mehr erfüllen. So beurteilt zumindest ein Großteil der 80 bedeutensten in Tschechien tätigen deutschen Unternehmen die aktuelle Lage in einer Umfrage, die die Deutsch-Tschechische Industrie- und Handelskammer (DTIHK) jüngst veröffentlicht hat. Die Kernaussage dieser Studie: * 2/3 aller befragten deutschen Firmen in CZ sind der Meinung, es gibt nicht mehr genügend qualifizierte junge Fachkräfte * 42% können ihren Bedarf an Fachkräften nicht decken * Auch bei Hochschulabsolventen gibt es keine befriedigenden Ergebnisse "Neben der immer geringeren Verfügbarkeit von Fachkräften, weisen viele der befragten Unternehmen auf die sinkende Qualität der Berufsausbildung hin", mahnte DTIHK-Präsident Rudolf Fischer in der Diskussion beim 5. Prager Wirtschaftsgespräch. Fischer wies auch auf die Wichtigkeit einer praxisnahen Ausbildung. "Für die Unternehmen gehören gut qualifizierte Arbeitskräfte seit Jahren zu den wichtigsten Gründen, warum sie gerade in Tschechien investieren. Wenn diese nicht mehr in ausreichender Qualität verfügbar sind, kann das ernsthafte Folgen für die Konkurrenzfähigkeit des tschechischen Investitionsstandorts haben", setzte der Geschäftsführer der DTIHK Bernhard Bauer nach. Die Institution propagiert seit langem als Vertretung deutscher Unternehmen eine intensive Zusammenarbeit mit dem Bildungsministerium. Das Projekt POSPOLU, in das das Ministerium 100 Mio. Kronen (3,9 Mio €) investiert hat, soll die Zusammenarbeit zwischen Ausbildungsstätten und Unternehmen erleichtern.
So sehen deutsche Unternehmen den Ausbildungsstand junger tschechischer Fachkräfte: Stehen Ihrem Unternehmen derzeit auf dem tschechischen Arbeitsmarkt ausreichend und gut qualifizierte junge Fachkräfte mit folgenden Ausbildungsabschlüssen zur Verfügung? (Ja/Nein) Mit Hochschulabschluss: 58%/42% Mit Abitur: 58%/42% Mit Berufsausbildung: 31%/69% Wie gut sind die Berufsanfänger in Tschechien auf die Praxis vorbereitet? (Gut/Ausreichend/Unzureichend) Hochschulabsolventen: 11%/55%/34% Mittelschulabgänger: 4%/47%/49% Wie hat sich das Qualifikationsniveau der Berufsanfänger in den letzten Jahren entwickelt? (Verbessert/Konstant/Verschlechtert) Hochschulabsolventen: 9%/59%/31% Mittelschulabgänger: 6%/54%/40% Top-5-Berufe mit Schwierigkeiten, geeignete Berufsanfänger zu finden: Konstrukteur, Techniker, CNC- Maschinenbediener, Schweißer, IT-Spezialist Top-5-Berufe mit Qualitätsmängel der Berufsanfänger: Techniker, Elektrotechniker, Mechatroniker, Buchhalter, Einrichter Erwartungen ans CZ-Schulsystem: 1. mehr Praxisbezug 2. bessere Fremdsprachenkenntnisse 3. mehr Kooperation Schulen-Firmen 4. Verbesserung der Soft-Skills 5. mehr Felxibilität der Schulabgänger
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Bild: DTIHK
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2.1., ab 19.00 Swiss Club Sektempfang Petrinske terasy Prag 1, Petriny (Seilbahn Mittelstation) 8.1., ab 19.00 Wirtschaftsstammtisch Östetterich Chez Marcel Prag 1, Hastalska 12 9.1., ab 18.00 Swiss Club Monatstreff U Trech Moudrych Kouli Prag 1, Havelska 8 12.1., ab 19.00 Eröffnung: 20.00 Österreichisch- Tschechischer Ball Besedni dum Brünn, Komenskeho nam. 8 "Offizielle Seite" der Organisatoren 24.1., ab 20.00 Eröffnung: 21.00 Ball der Österreicher Palais Zofin Prag 1, Slovansky ostrov 226 Online-Reservierung
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Powidls Kommentar
der Ausbildung soll es hapern. Ein Ausbildungssystem, das abstrakt und an der Praxis vorbei junge Menschen ins Berufsleben setzt, die vom ersten Arbeitstag an bereits mit dem Nachholen des (Aus)- bildungsrückstandes beschäftigt sind. Die Aussagen der jüngsten Umfrage kann man als Lamentieren deutscher Großkonzerne abtun, die auf der Suche nach der sprichwörtlichen eierlegenden Wollmilchsau, die keine Ansprüche stellt, nicht so recht fündig werden. Das mag in dem einen und dem anderen Fall auch zutreffen. Auch steht die Vermutung im Raum, dass so manches Unternehmen die Situation schwärzer dargestellt hat als sie tatsächlich ist, um mit einem möglichst aufrüttelnden Ergebnis der Handelskammer Trümpfe in die Hand zu geben, noch mehr Druck auf die tschechische Bildungspolitik auszuüben. Das ist verständlich, denn von Seiten der Prager Ministerien hört man zu dem schon längere Zeit existierenden Problem nicht allzu viel Neues. Dabei geht es nicht nur um die von der Wirtschaft geforderten fachlichen Qualifikationen, sondern vor allem auch um Soft Skills junger Berufsneulinge wie Auffassungsgabe, Entscheidungsfähigkeit, Kommunikationsfähigkeit oder Ausdrucksfähigkeit sowohl in einer Fremd- als auch in der Muttersprache. Der rigide Sparkurs der Regierung, der bereits seit über zwei Jahren besonders das Schulwesen trifft, wird keine Lösung bringen. Noch wichtiger als die finanziellen Mittel ist es, sich dessen bewusst zu werden, dass über die Ausbildung der jungen Generation die künftige Gesellschaft gestaltet wird. Ein Land mit einem Ausbildungssystem, das vorwiegend nur noch die unteren Ränge der beruflichen Hierarchie besetzen kann, verspielt letztendlich humanes Kapital und seine eigene rosige Zukunft. Stefan Weiß
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Keine rosige Zukunft Er ist zu einer seltenen und heiß begehrten Spezies geworden: Der bestens ausgebildete Facharbeiter, auf seinem Gebiet höchst kompetent, flexibel einsetzbar und obendrein gewandt in den wichtigsten Fremdsprachen. Knapp die Hälfte aller deutschen Unternehmen können in Tschechien laut aktueller Umfrage ihren Bedarf an solchen Fachkräften nicht decken. Besonders in Zuge
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Ausbildungsstand junger Fachkräfte - Das meinen Tschechiens Personalisten:
Diese Problematik wird auch seit einigen Jahren in der Öffentlichkeit kommuniziert, und wurde leider nicht ernst genommen. Nun, die aktuelle Situation ist mehr als arlarmierend, werden die Konsequenzen auf Grund mehrerer Faktoren erst in den kommenden Jahren voll spürbar werden. Dass es einen zunehmenden Fachkräftemangel gibt, erkennen wir auch am Wandel und der Veränderung der Nachfrage in unserer Beratung: In den letzten Jahren sahen wir generell eine steigende Nachfrage von Kunden aus dem deutschsprachigen Raum nach hochqualifizierten Fachkräften. Vor drei bis vier Jahren sprachen wir mit unseren Kunden über leitende Positionen mit einem technischen Profil, heute sprechen wir über Positionen der Spezialisten, die keine leitende Position ausüben. D.h. es werden zunehmend Fachkräfte und Spezialisten durch direkte Ansprache gesucht, denn sie sind einfach nicht am freien Stellenmarkt vorhanden und daher schwierig zu finden.
"Aus unserer Sicht und vor allem aus der Erfahrung als Personalberater können wir die Kernaussagen der aktuellen Studie zum Fachkräftemangel in der Tschechischen Republik zur Gänze bestätigen. Es ist für uns kein neues Thema.
Natürlich betrachten wir das Thema in der gesamten Komplexität und ist uns bewusst, dass ohne grundlegende Veränderung im tschechischen Schulsystem - was während der Konferenz mehrmals erwähnt wurde - eine langfristige Verbesserung kaum möglich sein wird. Es müssen zuerst die Bildungsgesetze stark reformiert werden im Sinne einer praxisbezogenen Ausbildung. So könnten Unternehmer stärker eingebunden werden, Verträge mit den Lehrlingen abschließen, sie an das Unternehmen binden dürfen, etc. Und was besonders wichtig ist - das Image der technischen Berufe gehört bereits in den früheren Ausbildungsjahren - gefördert und attraktiver gemacht. Wir reden hier u.a. auch vom sogenannten Employer Branding, d.h. welches Image ein Unternehmen bei potenziellen Arbeitnehmern hat. So könnten beispielsweise die Pädagogen, die an den Schulen als Ansprechpartner für Berufsorientierung agieren, besser über die einzelnen Unternehmen, dessen Profile und das Angebot betreffend der praxisrelevanten Ausbildung informiert werden. Derzeit gibt es zwar bereits Aktivitäten, diese sind aber nicht mit dem Ministerium für Schul- und Bildungswesen koordiniert. So erhalten Pädagogen beispielsweise zwar eine ganze Menge an Einladungen für diverse Workshops, die aber nicht mit der alltäglichen Agenda vereinbar sind und daher ungenutzt bleiben. Generell muss auch die Wahrnehmung, dass eine berufliche, existenzbietende und sehr spannende Karriere gerade in diesem Sektor mehr als möglich ist, gesteigert werden. Denn für die Attraktivität unseres Landes im internationalen Wettbewerb der Investoren sind wir selbst verantwortlich. Wir haben im Vergleich zu vielen ehemaligen osteuropäischen Ländern einen großen Vorteil und zwar die günstige geografische Lage insbesondere in Bezug auf die deutschsprachigen Länder, die zu den absolut wichtigsten Investoren in Tschechien zählen. und die wir nicht verlieren dürfen. Allzu lange hat sich die Tschechische Republik auf die oben genannte geografische Lage verlassen. Die Zeiten sind längst vorbei. Und sich stets auf der Ebene der theoretischen Diskussion zu bewegen ist nicht nur utopisch sondern aus der wirtschaftlichen Perspektive unseres Landes gefährlich. Katerina Vollmann, BA, stellv. Country Manager, Iventa Czech Management Consulting s.r.o Prag www.iventa.eu
"Es stimmt: gut ausgebildete Fachleute mit entsprechender Berufserfahrung, mindestens einer Fremdsprache und möglichst bescheidenen Gehaltsvorstellungen findet man nicht an jeder Ecke. Andererseits gibt es unter meinen Klienten solche, die mit unserer Hilfe, oder auch ganz selbstständig, eine Zusammenarbeit mit einer hiesigen Ausbildungsstätte, bzw. Hochschule begonnen haben und das auch erfolgreich fortsetzen, sei es mit einer Art von Fachvorträgen und PR- Veranstaltungen für potentielle Arbeitskräfte, mit der Möglichkeit einer Fachpraxis beim Studium oder nicht zuletzt mit der Unterstützung
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Wir hoffen wie es u.a. der stellvertretende Schulminister Jindrich Fryc präsentierte, dass die Regierung bereits im Jahr 2013 relevante Veränderungen angehen und erste Maßnahmen für eine praxisbezogene Ausbildung umsetzen wird. Und damit auch der Kooperation von Unternehmen mit dem Schulsystem die Tore öffnet!"
Foto: Weinwurm
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Abkommen zwischen dem parlamentarischen Bildungsausschuss und dem WIFI der Wirtschaftskammer Österreich
eines/r Studenten/In während seiner/ihrer Diplomarbeit, deren Thema dann mit dieser Firma eng zusammenhängt. Obwohl die aktuelle Situation weit weg vom Ideal ist, kann man sie bestimmt nicht als Katastrophe bezeichnen. Die angedeutete Lösung - eine tiefere Verbindung der Produktionsfirmen mit dem Schulwesen, die Bereitschaft ausländischer Unternehmen, ihren Angestellten weitere Ausbildung zu ermöglichen, natürlich auch Boni und Arbeitsbedingungen, die für eventuell sehr gute Bewerber attraktiv sind, all das kann als Potenzial zur künftigen Verbesserung betrachtet werden." Mgr. Iva Jobova, Branch Manager CZ Consent Personal- und Managementberatung Prag/Brünn www.consent.cz
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