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tschechenkrieg
Jan Novák/Jaromír 99: "Tschechenkrieg"

Comic-Roman. Aus dem Tschechischen von Mirko Kraetsch

Prag Anfang der Fünfzigerjahre, es herrscht der Kalte Krieg. Josef und Ctirad Mašín kämpfen gegen das kommunistische Regime in der Tschechoslowakei, sie verüben Sabotageakte, Sprengstoffanschläge, überfallen eine Polizeistation und einen Geldtransporter, Menschen sterben. Doch der erwartete Dritte Weltkrieg bleibt aus, die Verfolgung nimmt
zu, und so beschließen die Brüder und ihre Helfer nach West-Berlin zu fliehen und sich dort der US Army anzuschließen. Das löst die größte Fahndungsaktion in der Geschichte der DDR-Volkspolizei, genannt "Tschechenkrieg", aus. Auf ihrer Flucht hinterlassen die Brüder eine blutige Spur...

Jaromír 99 (eigentl. Jaromír Švejdík) ist ein international bekannter tschechischer Comiczeichner. Er hat bereits Romane von Jaroslav Rudiš ("Alois Nebel") und Franz Kafka ("Das Schloss") in Comicform bearbeitet, gemeinsam mit Jan Novák erschien zuletzt "Zátopek".

Jan Novák/Jaromír 99: "Tschechenkrieg". Dresden/Berlin (Voland & Quist) 2019.
ISBN: 9783863912253
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Martin Vopěnka: "Meine Reise ins Ungewisse"

Unterwegs mit Benjamin. - Roman aus dem Tschechischen übersetzt von Raija Hauck

Vater David und sein Sohn Benjamin reisen durch einige europäische Länder (Griechenland, Italien, Bulgarien, Rumänien) und erleben dabei Abenteuer, die in ihre Seelen blicken lassen. Anfangs erscheint alles wie eine harmlose Ferienreise, die über den Böhmerwald in die österreichischen Alpen führt. Nach und nach kommen sich der Vater und der Sohn näher und werden sich ihrer gegenseitigen Liebe bewusst.
vopenka
Martin Vopěnka, Jahrgang 1963, ist ein jüdisch-tschechischer Schriftsteller und Verleger und Autor von sechzehn Büchern für Erwachsene und Kinder. Er hat Atomphysik und Mathematik in Prag studiert. Schon in seiner Kindheit jedoch fühlte er sich von der Schriftstellerei angezogen und fing früh zu schreiben an. Nach dem Zusammenbruch des Kommunismus entschied er sich, sein Leben ganz der Literatur zu widmen. Beim Verfassen seiner Romane schöpft Vopěnka nicht nur aus seinem Studium der Naturwissenschaften, er lässt sich auch von seinen ausgedehnten Reisen inspirieren, die ihn nach Chile, Argentinien, Island oder in die Antarktis führten.

Martin Vopěnka: "Meine Reise ins Ungewisse": Klagenfurt am Wörther See (Drava) 2019. ISBN: 978-3-85435-883-1
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Alena Zemančíková: 
"Geschichte in indirekter Rede"

"Einige Dinge muss man einfach machen"

Mitten im Prager Alltagstrott erfährt Anna vom Freitod ihres Bruders. Als einzige Hinterbliebene dreier Generationen ist sie plötzlich allein mit den "Dingen, über die nicht geredet wurde", und den Fragen, die nie gestellt wurden. Über die Kindheit im westböhmischen Grenzgebiet, nach der Vertreibung der Deutschen der hinterletzte Winkel der Welt und gleichzeitig eine Idylle für unkonventionelle Lebensentwürfe, die allmählich an den 
gesellschaftlichen und persönlichen Debakeln zerbrechen. Über diese untergegangene Welt voller Paradoxien, Frust und Entwurzelung, die die omnipräsente "Normalisierung" nach dem Prager Frühling mit sich bringt. Über zwischenmenschliche Beziehungen zwischen Himmel und Hölle, Heimat und Heimatlosigkeit, geprägt durch Anpassung, Verbote und der Ausgrenzung wegen unangepassten Verhaltens.
Scharfsinnig, ironisch und präzise erzählt Alena Zemančíková von der eigenen Freiheit, vom Suchen und Finden, Erinnern und Verzeihen und davon wie sich unsere Fehler wiederholen.

Alena Zemančíková: "Geschichte in indirekter Rede". Berlin (Klak) 2019
ISBN: 978-3-948156-10-7
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Niklas Perzi/Hildegard Schmoller/et alt. (Hg.):
"Nachbarn"

Ein österreichisch-tschechisches Geschichtsbuch

Jahrhundertelange Nachbarschaft und dreihundert Jahre gemeinsam verbrachte Staatlichkeit verbinden Österreicher und Tschechen - ein Volk mit zwei Sprachen oder doch missgünstige Cousins?
Dieses Buch lässt in zwölf Kapiteln die Geschichte der vergangenen zwei Jahrhunderte des Zusammen-, Auseinander-, Nebeneinander- und Gegeneinanderlebens Revue passieren. 27 Historikerinnen und Historiker aus beiden Ländern spüren in zwölf Überblickskapiteln Gemeinsamem und Trennendem nach. Sie stellen dabei nicht zwei Nationalgeschichten nebeneinander, sondern zeigen, wie sich bestimmte Entwicklungen da wie dort in die Gesellschaften eingeschrieben haben.

Das von der Ständigen Konferenz österreichischer und tschechischer Historiker zum gemeinsamen kulturellen Erbe (SKÖTH) initiierte Buch soll zum gegenseitigen Kennenlernen und Verständnis beitragen.

Niklas Perzi/Hildegard Schmoller/et.alt. (Hg.): "Nachbarn. Ein österreichisch-tschechisches Geschichtsbuch". Weitra (Bibliothek der Provinz) 2019

ISBN: 978-3-99028-817-7
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Iva Pekárková: "Noch so einer"

Aus dem Tschechischen übersetzt von Martina Lisa

Eine Weltenbummlerin, Prosaikerin im Körper einer Reporterin, die schwungvolle Geschichten aus einer multikulturellen Welt erzählt. Die Ereignisse in der Heimat betrachtet sie mit einem Blick von außen, die globalen Entwicklungen dafür aus unmittelbarer Nähe. Sie nimmt kein Blatt vor den Mund, verzichtet auf Sentimentalität, ihre Literatur ist direkt und unverblümt - in Wort, Stil und der gewählten Thematik. Sie ist intensiv, in einer sich permanent entwickelnden Bewegung.
Iva Pekárková, geboren 1963 in Prag. Studium der Mikrobiologie und Virologie an der Karls-Universität Prag. 1985 emigrierte sie in die Vereinigten Staaten von Amerika. Von 1997 bis 2005 lebte sie in der Tschechischen Republik, seit 2005 in Großbritannien. Ihre Romane sind stark autobiographisch. Sie schreibt offen über ihre Sexualität, veröffentlichte rund fünfundzwanzig Werke (Romane, Novellen, Erzählbände, belletristisch überarbeitete Reportagen, Sammlungen von Blogeinträgen), zuletzt Levhartice (Die Leopardin, 2013), Beton (Beton, 2014) und Pečená zebra (Gebratenes Zebra, 2015).

Iva Pekárková: "Noch so einer". Klagenfurt am Wörther See (Wieser) 2019. 
ISBN: 978-3-99029-335-5