Um den vollen Funktionsumfang dieser Webseite zu erfahren, benötigen Sie JavaScript.
header-klein.jpg
powidllogo neu.jpg
Home
Politik
Wirtschaft
Sport
Tourismus
Über uns
Deutschsprachiges in Tschechien:

Informationen und Programme zu Autorenlesungen, Vorträgen, Vorlesungen und literarischen Veranstaltungen



goetheinstitut-jpg.jpg pragerliteraturhaus.jpg oekf.png oei.gif adalbert-stifter-verein.jpg collegium_bohemicum.jpg sprechtime.jpg pdk.jpgheader-klein.jpg
kafka-felice
Unda Hörner: "Kafka und Felice"

Beruhend auf Kafkas Briefen an Felice erzählt Unda Hörner fesselnd und atmosphärisch dicht die wechselhafte Liebesgeschichte des ungewöhnlichen Paares, das sich zwischen 1912 und 1917 immer wieder trifft, en passant auf Bahnhöfen, in Parks und Hotels, in Berlin, Prag oder Marienbad. Kafka wirbt immer wieder heftig um Felice, entpuppt sich jedoch bald als unsicherer Kantonist, der vor allem für eines brennt – das Schreiben.
Daneben entsteht das lebendige Bild einer lebenslustigen jungen Frau, die ihre Arbeit liebt, gern tanzen geht und auch vor Kafkas Abgründen nicht zurückschreckt. Gemeinsam mit Kafka und Felice taucht der Leser tief ein in die Atmosphäre des zeitgenössischen Berlin kurz vor Ausbruch des 1. Weltkriegs bis an die Schwelle der Zwanzigerjahre – ein faszinierender Blick, gleichsam über Kafkas Schulter, auf eine bizarre Liebe, die leuchtende Spuren in der Weltliteratur hinterlassen hat.
Unda Hörner: "Kafka und Felice". Berlin (Ebersbach & Simon) 2017
ISBN: 978-3-86915-152-6     -     Erscheint am 1.8.2017!
winterimegerland
Renate Czech: "Winter im Egerland"

Eine Geschichte aus dem Kaiserwald.

In dieser Erzählung wird das Leben in einem Dorf bei Marienbad (im Egerland) beschrieben. Die Autorin hat die mündlichen Überlieferungen über das Brauchtum und den Tagesablauf der Familie aufgeschrieben und gibt sie als Erinnerung an die Heimat der Vorfahren hier wieder.

Vor der Kulisse des tief verschneiten Kaiserwaldes erlebt der 11-jährige Jakob eine Initiation in die Welt der Erwachsenen. Es ist die Zeit der 12 Raunächte, in denen schaurige Ungeheuer peitschenknallend über den Nachthimmel toben. Durch die Bewältigung seiner Angst in der kalten Dachkammer entwickelt Jakob ungeahnte Kräfte.

Renate Czech: "Winter im Egerland". Sankt Oswald-Riedlhütte (Ohetaler Verlag) 2017. ISBN: 3955110796  
inwelchersprache
Elena Lappin: 
"In welcher Sprache träume ich?"

Die Geschichte meiner Familie

Zu Hause im Exil: die Geschichte einer Sprachenwanderung.
Hineingeboren ins Russische, verpflanzt erst ins Tschechische, dann ins Deutsche, eingeführt ins Hebräische und schließlich adoptiert vom Englischen – jede Sprache markiert einen neuen Lebensabschnitt in der prallen Familiengeschichte Elena Lappins, die eng verknüpft ist mit den Wirren europäischer Geschichte im 20. Jahrhundert.
Von Prag nach Hamburg, von Israel in die USA und schließlich nach London: Elena Lappin, geborene Biller, verknüpft in dieser Familiengeschichte die Faktoren mehrfacher Emigration, ausgelöst durch historische Ereignisse oder persönliche Entscheidungen, mit den konkreten Schicksalen der Mitglieder ihrer Familie und mit den Fragen nach Heimat, Identität, Judentum und Sprache. Sensibel, ehrlich und mit unverstelltem Blick geht sie den Erzählungen, Lebenslügen und Geheimnissen der Eltern und Großeltern nach und schildert, was es heißt, mit gleich mehrfach gekappten Wurzeln zu leben und auch nach dem Verlust einer Muttersprache schreiben zu wollen. Ein optimistisches Buch über eine mehrfache Migration, das durch eine gute Prise Selbstironie und Humor besticht. Ins Deutsche übersetzt von Hans-Christian Oeser.

Elena Lappin: "In welcher Sprache träume ich?". Köln (Kiepenheuer & Witsch) 2017. ASIN: B0722P7D84 Erscheint am 7.9.2017 
dasweissefeld
Lenka Horňáková-Civade: "Das weiße Feld"

Eine raffiniert gewobene Familiensaga, ausgezeichnet mit dem Prix Renaudot des Lycéens. Ins Deutsche übersetzt von Hanna van Laak.

Sie heißen Magdalena, Libusa und Eva und teilen dasselbe Schicksal: Sie wachsen jeweils ohne ihren leiblichen Vater auf. Aber statt an diesem Schicksal, das in den Augen ihrer Umgebung ein regelrechter Makel ist, zu zerbrechen, entwickeln sie jede auf ihre Art einen unbändigen Freiheitswillen.
Magdalena, die mit ihrer Mutter Marie aus dem braun gewordenen Wien flieht. Libusa, die mit ihrer Neugierde auf die Außenseiter der uniformierten Gesellschaft ihre Umgebung in Atem hält. Und Eva, die als Linkshänderin pädagogische Umerziehungsprogramme sabotiert und von fernen Ländern träumt. Alle drei eint die Zuneigung zu ihrer ebenso mürrisch-verschlossenen wie unbeirrbar selbstbewussten, beinahe überlebensgroßen Großmutter "Maman Maire".

Lenka Horňáková-Civade: "Das weiße Feld". München (Blessing) 2017. ISBN: 3896675826
Erscheint am 11.9.2017.


egon-schiele-jpg
Tobias G. Natter (Hg.): "Egon Schiele"

Sämtliche Gemälde 1909-1918

Kunstgeschichte XXL:  612 Seiten, 221 Gemälde, 578 Abbildungen, 146 Auszüge und knapp sechs Kilo schwer: So präsentiert sich Tobias Natters opulenter Prachtband über den melancholischen Provokateur Egon Schiele (1890 - 1918) mit Wurzeln im südböhmischen Krummau/Český Krumlov, dem Geburtsort seiner Mutter, wohin er 1911 auch zog.
"Erstmals zeige ich den ganzen Schiele", freut sich der Herausgeber des Bandes, Tobias G. Natter, Ex-Direktor des Leopold-Museums. "Alle Gemälde sind in Farbe reproduziert, viele davon wie die Aquarelle und Gouachen in Faksimile-Qualität", so Natter.

Egon Schiele erfährt heute eine lange Zeit kaum für möglich gehaltene weltweite Wertschätzung. Ausstellungen zu seinem Werk, das im Kern in kaum zehn Jahren entstanden ist, entwickeln sich zu medialen Ereignissen und die Preise seiner Kunst steigen ins Unermessliche.

Das Interesse an Egon Schiele speist sich dabei aus vielen Quellen. Das liegt natürlich zuallererst an der der Persönlichkeit Schieles und seiner nie erlahmenden Beschäftigung mit sich selbst, an seinen mitreißenden Darstellungen, für die er weder gesellschaftliche Konventionen noch Tabus akzeptierte, und an einer packenden Ästhetik, die zwischen Expression, performativer Inszenierung und körperhafter Identitätssuche steht. Seine Bilder üben eine magische Anziehungskraft aus und laden zu Erkundungen ein.

Tobias G. Natter: "Egon Schiele. Sämtliche Gemälde 1909-1918". Köln (Taschen) 2017
ISBN 978-3-8365-4613-3