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Deutschsprachiges in Tschechien:

Informationen und Programme zu Autorenlesungen, Vorträgen, Vorlesungen und literarischen Veranstaltungen



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Vlastimil Vondruška: "Die siebte Leiche"

Historischer Kriminalroman, übersetzt von Sophia Marzolff

Tschechien im 13. Jahrhundert: Mitten im tiefsten Winter gerät der königliche Prokurator Ulrich von Kulm in einen heftigen Schneesturm. Er findet Zuflucht in einer abgelegenen Burg, in der seltsame Dinge vor sich gehen: Jedes Jahr im Advent kommt es zu einem mysteriösen Todesfall. Die Burgbewohner sprechen von einem schrecklichen Fluch, aber davon will Ulrich nichts wissen. Gemeinsam mit seinem Knappen Otto geht er der Sache auf den Grund. Doch er kann nicht verhindern, dass auch in diesem Jahr wieder ein Mord geschieht... 
Vlastimil Vondruška, geboren 1955, hat in Prag Geschichte und Ethnologie studiert. Danach arbeitete er im Nationalmuseum und betrieb gemeinsam mit seiner Frau eine Werkstatt zur Nachbildung von historischem Glas. Heute widmet er sich ganz dem Schreiben und hat neben zahlreichen wissenschaftlichen Werken über 30 historische Romane veröffentlicht. Mit einer Gesamtauflage von 500.000 Exemplaren gehört er zu den erfolgreichsten Autoren Tschechiens. Besonders beliebt ist die Serie um den Ritter Ulrich von Kulm und seinen Knappen Otto.

Vlastimil Vondruška: "Die siebte Leiche". Köln (Bastei Lübbe Taschenbuch) 2017.

ISBN: 3404176065



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sommerdesraben
Monika Detering: "Der Sommer des Raben"

Siri, Agentin für Puppenexponate, fühlt sich für den Tod ihres Freundes Felix verantwortlich. Um sich von vermeintlicher Schuld zu befreien, will sie ihm posthum einen großen Wunsch erfüllen und die Rabenmarionette Havran finden. In Prag erzählt ihr der Puppenbauer Pavel, dass diese Figur aus der weltberühmten Marionettenwerkstatt Špejbl & Hurvínek stammen soll. Eine verhängnisvolle Affäre auf Hiddensee lässt Siri erneut nachforschen. Die Spuren des Raben führen bis in die 1930er Jahre und dramatische Umstände ziehen sie in die Ereignisse einer düsteren Vergangenheit hinein.
Die Autorin Monika Detering wollte Schiffsjunge, Malerin oder Schriftstellerin werden. Die letzteren Wünsche waren den Eltern zu unseriös (vom ersten ahnte niemand etwas). Sie arbeitete viele Jahre als Puppenkünstlerin mit zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland (z.B. Washington, Philadelphia und New York). Durch lange Aufenthalte an der Nordsee wurde das Meer ihr Sehnsuchtsort. Sie war als freie Journalistin tätig und entschied sich später für das belletristische Schreiben.

Monika Detering: "Der Sommer des Raben". Düsseldorf (Oberkassel) 2017. ISBN 978-3958131170
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Rhea Krčmářová: 
"Böhmen ist der Ozean"

Erzählungen

Das Wasser schlängelt sich durch die Orte Böhmens, als wären es Inseln. Mal tritt es über die Ufer, mal verschluckt es Land und Leute, eine Verbindungslinie, die hinter den Eisernen Vorhang führt, oder kuriose Urgewalt, die Leben und Tod bringt. Und es birgt Rusalkas, Wassermänner und Frühlingsgöttinnen, die Zeugen einer anderen Zeit sind, Vergangenes ans Tageslicht holen oder für immer in den Tiefen des Ozeans verschwinden lassen.
Rhea Krčmářová erzählt in ihren Geschichten von den Spuren, die der Kommunismus hinterlassen hat. Emigration und Sprachverlust machen die Figuren zu Suchenden: nach der eigenen Herkunft, nach einem kleinen Stück Heimat. Dabei schafft sie eine Sprache, die wie das Wasser in ihren Geschichten als verbindendes Element durch die Geschichten fließt – von bezaubernder Musikalität und Vielstimmigkeit.

Rhea Krčmářová: "Böhmen ist der Ozean". Wien (Kremayr & Scheriau ) 2018
ISBN: 978-3-218-01105-1 - Erscheint am 1.2.2018
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Anton Holzer (Hg.): 
"Krieg nach dem Krieg"

Revolution und Umbruch 1918/19

Zum Gedenkjahr 2018 beschäftigt sich der von Historiker Anton Holzer herausgegebene Band mit den Folgen des Ersten Weltkrieges: Dem Zerfall der Habsburgermonarchie, den elenden Nachkriegsjahren und den politischen Folgen daraus.
1918 ging ein langer, zerstörerischer und leidvoller Weltkrieg zu Ende. Großreiche zerfielen, Monarchen wurden aus dem Amt gejagt und auf den Trümmern des Krieges junge Republiken gegründet. In Deutschland und Österreich schlug die Ohnmacht in Wut um, in Aufbegehren und Revolution. Der Niederschlagung der blutigen Bürgerkriege folgten düstere Nachkriegsjahre mit Wirtschaftskrise und Inflation. Vor diesem Hintergrund muten die beginnenden Goldenen Zwanzigerjahre an wie ein Tanz auf dem Vulkan.

Dieses Buch erzählt entlang autobiografischer Zeugnisse von Zeitgenossen und eindrucksvoller Bilder eine neue und lebensnahe Geschichte dieser entscheidenden Jahre. Im Fokus steht nicht die große Politik, sondern der Alltag der Menschen, ihre Hoffnungen und Enttäuschungen. Berichtet wird von Kriegsmüdigkeit und Elend, von Erschöpfung und Hunger am Ende des Krieges, aber auch von den Träumen einer besseren Zukunft.

Anton Holzer (Hg.): "Krieg nach dem Krieg". Darmstadt (Theiss) 2017
ISBN: 978-3-8062-3560-9
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Martin Schulze Wessel:
"Der Prager Frühling"

Der Prager Frühling 1968: Aufstand der demokratischen Kräfte gegen ein autoritäres Gewaltsystem und ein Laboratorium für neue Gesellschaftsentwürfe, das in der kollektiven Erinnerung Europas bis heute fortwirkt. Der prominente Osteuropahistoriker Martin Schulze Wessel veranschaulicht die Prager Reformbewegung um Alexander Dubček als ein Zukunftsprojekt, als den Versuch, die Annäherung zwischen sowjetischem System und westlicher Gesellschaftsform in der Mitte Europas zu realisieren.
Er zeichnet den Prager Frühling zudem als ein Projekt der Vergangenheitsbewältigung nach, im Zuge dessen die Schauprozesse der fünfziger Jahre, beispielsweise gegen Rudolf Slánský, erstmals öffentlich diskutiert wurden. Die Denkwelten der Reformer des Prager Frühlings, dargelegt anhand neuen Quellenmaterials, sind zeitgebunden und aktuell gleichermaßen. Darin liegt ein Teil ihrer historischen Anziehungskraft, die auch heute noch, nach einem halben Jahrhundert, von ihnen ausgeht.

Martin Schulze Wessel: "Der Prager Frühling". Ditzingen (Philipp Reclam jun.) 2018
ISBN: 978-3150111598 - erscheint am 16.3.2018