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begegnung300
Thomas Samhaber (Hg.): 


Im Jahre 1920, also genau vor 100 Jahren trafen einander Franz Kafka und Milena Jesenská an der tschechisch-österreichischen Grenze in Gmünd. Sie, die tschechischsprachige Journalistin und Übersetzerin aus Wien und er, der deutschsprachige Versicherungsangestellte und Schriftsteller aus Prag kommend.  Ihre Begegnung findet an einem Ort in und einer Situation statt, die man mit nur einem Wort beschreiben könnte, das erst später in den weltweiten Sprachgebrauch kommen sollte: kafkaesk.
Das Lesebuch zeigt die Begegnung von zwei besonderen Menschen in einer besonderen Zeit an einem besonderen Ort. Es ist auch als "Tribute" an die faszinierende Person Milena Jesenská, die großartige Essayistin und Widerstandskämpferin, gedacht. Und macht eine besondere Liebesgeschichte wieder lebendig. Anhand von Originaltexten und ergänzt mit einem "Panorama" über die kleine Weltstadt Gmünd/Čmunt v Czechách im Jahr 1920.

Im April 1920 erreichte den an Tuberkulose leidenden Franz Kafka in seinem Erholungsaufenthalt in Meran ein gelber Briefumschlag. Er enthielt die Übersetzung seines Textes "Der Heizer" ins Tschechische von Milena Jesenská, der er dazu bei einer flüchtigen Begegnung in Prag die Erlaubnis erteilt hat. Ein höflicher, dann immer intensiver und vertrauter werdender Briefwechsel beginnt. 


Thomas Samhaber (Hg.): "Begegnung an der Grenze". Weitra (Bibliothek der Provinz) 2020
ISBN: 978-3-99028-959-4
windhose1870
Gregor Mendel: 

150 Jahre nach dem verheerenden Naturereignis erscheint eine gebundene Ausgabe zu Gregor Mendels Aufzeichnungen mit einem Essay von Erwin Uhrmann und Illustrationen von Johanna Uhrmann.

Am 13. Oktober 1870 wurde Gregor Mendel Zeuge einer gewaltigen Windhose, die eine Schneise der Zerstörung durch Brünn zog. Wenige Wochen später präsentierte er den Mitgliedern des Naturforschenden Vereins einen Bericht über dieses Extremwetterphänomen.
Mit nüchterner Sprache und rationaler Herangehensweise legt er darin seine Beobachtungen und Folgerungen dar, abergläubische Interpretationsansätze entlarvt er mit feiner Ironie und offenbart sich damit als moderner Denker. Ein sprachliches und wissenschaftliches Kleinod!

Mit seinen Entdeckungen auf dem Gebiet der Vererbungslehre schuf Gregor Mendel die Grundlagen für die moderne Genetik. Dass der Brünner Augustinermönch nicht nur Erbsen züchtete, sondern auch mehrere tote Sprachen beherrschte, Obstbäume und Blumen pflanzte und erforschte, Bienenzüchter und vor allem Meteorologe war, ist weniger bekannt. Mendel sammelte konsequent Messdaten über das Wetter, den Grundwasserspiegel, beobachtete Sonnenflecken und zog Rückschlüsse, mit denen er seiner Zeit voraus war.

Gregor Mendel: "Die Windhose vom 13. Oktober 1870". Innsbruck (Limbus) 2020
ISBN: 978-3-99039-187-7  -   Erscheint am 20. November 2020!
meinganzanderesprag150
Günther-Karl Vincenc:
"Mein ganz anderes Prag"

Eine erste Kompilation von Autor Günther-Karl Vincenc aus Geschichte(n), mit "populärwissenschaftlichen" Inhalten, also mit Tiefgang, aber in journalistischem Aufputz - viele Links, viele Abbildungen, und so manchem Thema, das auch von der Wissenschaft bisher ein bisschen vernachlässigt wurde.
Vincenc' "ganz anderes Prag" beschäftigt sich unter anderem mit der Prager Kaffeehausmeile, mit Mahler & Mozart, der jüngeren Geschichte des Prager Judentums, Prags Villen aus der Belle Époche, der "grünen Stadt", der Reise vom "Dorf nach Utopia und zurück" oder dem deutschen evangelischen Friedhof von Prag. Ein Online-Buch für Prag-Einsteiger genauso wie für alle, die glauben, schon alles über die Goldene Stadt zu wissen.

Günther-Karl Vincenc: "Mein ganz anderes Prag". Prag (ArcoAcademy) 2020
Das Buch kann über diesen Link angefordert werden.
die-wilden-350
Lucie Lomová: "Die Wilden"

Lucie Lomová bebildert gekreuzte Schicksale im Ligne Claire-Stil und liefert ein gefühlvolles Drama über das Thema der Andersartigkeit. Mit einem historischen Dossier von Yvonna Fričová. Aus dem Tschechischen übersetzt von Katharina Hinderer.
Basierend auf wahren Begebenheiten erzählt dieses Album über die Freundschaft zwischen dem Prager Botaniker und Ethnographen Alberto Vojtěch Frič und Cherwuisch, einem Indigenen der Chamacoco, die in Brasilien und Paraguay leben. Sie lernten sich 1908 kennen, als Frič in einer wissenschaftlichen Mission in Lateinamerika unterwegs war. Die Chamacocos litten damals an einer unbekannten Krankheit, für die es keine Heilung gab. Frič beschloss seinen Freund nach Europa zu holen. In Prag wird Cherwuisch geheilt, sorgt aber durch seine Extravaganz und seine Unkenntnis der gesellschaftlichen Gepflogenheiten für großes Aufsehen. Ihre Freundschaft wächst und später werden sie gemeinsam nach Brasilien zurückkehren. Aber Cherwuisch hat sich zu sehr verwestlicht, und zuhause glaubt ihm niemand die Geschichten, die er von seinen europäischen Erfahrungen erzählt. Die beiden Freunde sind in ihren jeweiligen Gesellschaften unversöhnlich, "wild" geworden.

Lucie Lomová: "Die Wilden". Wien (Bahoe) 2020.
ISBN: 978-3-903290-40-2
rilke-bremen-150
Jörg Paulus/Erich Unglaub/Torsten Hoffmann (Hg.):

Dieser Band enthält Beiträge zu Rilkes Aufenthalten in Bremen (1898-1902) und zu Rilkes frühen Prager Erzählungen sowie zur tschechischen Literatur der Jahrhundertwende. Auch die Golem-Illustrationen des Malers und Grafikers Fritz Schwimbeck werden vorgestellt, ebenso eine neu herausgegebene Grafik des Turms von Muzot (1921) von Ernst Georg Rüegg.
Im Mittelpunkt der Dokumentation steht der fiktionalisierte Bericht des russischen Schriftstellers Akim Volynskij über eine gemeinsame Fahrt mit Rilke und Lou Andreas-Salomé an den Starnberger See (Sommer 1897). Der Text erscheint erstmals in deutscher Sprache.

Jörg Paulus/Erich Unglaub/Torsten Hoffmann (Hg.): "Rilke in Bremen. Prager Erzählungen". = Reihe Blätter der Rilke-Gesellschaft Bd: 35/2020. Göttingen (Wallstein) 2021.

ISBN: 978-3-8353-3824-1