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prager-golem
Marek Toman: "Der Prager Golem"

Mit Illustrationen von Hana Puchová


Der Golem ist eine Figur der jüdischen Literatur und Mystik, die eng mit Prag verbunden ist: Eine der fantasievollsten Legenden der Stadt. Zudem gibt es auch polnische und deutsche Varianten - in der Tat handelt es sich um eine Faust'sche Geschichte über das Ausloten menschlicher Grenzen von allgemeiner Gültigkeit. 
 Der Prager Schriftsteller Marek Toman interpretiert eine Erzählung über den Golem von Gustav Meyrink aus der Perspektive des 14-jährigen Jakub, einem Schüler eines weisen Rabbiners. Er soll dessen Tochter Lea in Prag heiraten, will sich aber vor dieser arrangierten Ehe drücken, weil er sich bereits in die Christin Klara verschaut hat… - und dann nehmen die Dinge ihren Lauf. Der Rabbiner muss schließlich einen Golem erschaffen, einen künstlichen Menschen, Roboter und Superheld in einem.

"Der Prager Golem" wurde 2019 für den bedeutendsten tschechischen Literaturpreis "Magnesia Litera" nominiert und richtet sich sowohl an Jugendliche als auch an Erwachsene.

Marek Toman: "Der Prager Golem". Wien (bahoe books) 2019. ISBN: 978-3-903290-14-3
prag1939-1945
Jiří Padevět: "Prag 1939-1945 
unter deutscher Besatzung"

Ins Deutsche übersetzt von Kathrin Janka

Nach dem Einmarsch der deutschen Truppen 1939 wurde Prag Hauptstadt des neu errichteten Protektorates Böhmen und Mähren. Auf der Prager Burg nahm der Reichsprotektor seinen Dienstsitz.
In der Folge war Prag zentraler Ereignisort der nationalsozialistischen Besatzung wie auch des tschechoslowakischen Widerstandes (Heydrich-Attentat). Die Geschichte der Tschechoslowakei in dieser Zeit ist mit Prag unmittelbar verknüpft, viele historische Spuren sind bis heute erfahrbar. 

Jiří Padevět bietet erstmals ein umfangreiches, detailliertes und reich bebildertes Nachschlagewerk zur Moldaustadt während der deutschen Besatzung, also im Zeitraum von März 1939 bis Mai 1945. Das Buch ist topographisch gegliedert, der Aufbau richtet sich nach den heutigen Stadtteilen oder Verwaltungsbezirken Prags sowie dessen Randgebieten. Das Buch schließt viele Lücken in der Forschung zum Protektorat und bietet Grundlagen für historische wie aktuelle politische und gesellschaftliche Debatten, es eignet sich aber auch als Reiseführer für Geschichtsinteressierte.

Jiří Padevět: "Prag 1939-1945 unter deutscher Besatzung". Halle an der Saale (Mitteldeutscher Verlag) 2020. 

ISBN: 978-3963111334   -  Erscheint 1.3.2020
liebe-klimawandel
Josef Pánek: 
"Die Liebe in Zeiten des Klimawandels"

Ein Prager Forscher erlebt im indischen Bangalore ein Abenteuer der Erotik und der Konversation. Ein preisgekrönter Roman voller Fabulierlust und Tragikomik

"Es war mein Bedürfnis, die sich globalisierende Welt, die menschliche Engstirnigkeit und die Vorurteile zu verstehen…" titelte der Autor Josef Pánek.
Tomáš, der Forscher aus Prag, auf einer internationalen Konferenz im indischen Bangalore. Fast zehn Jahre hat er in Australien und anderswo gelebt, hat die ganze Welt bereist, nur in Indien war er noch nie. Die Menschen dort strahlen ihn übers ganze Gesicht an. Er aber ist kreuzunglücklich. Kann sich nicht abfinden, dass seine kolumbianische Frau eigene Wege geht und mit den Herausforderungen der hektischen, globalisierten Welt. Eine zufällige Begegnung mit einer klugen und attraktiven Inderin führt zu einem Abenteuer der Erotik und der Konversation.
Der preisgekrönte Roman aus Prag ist verfasst in der besten Tradition der tschechischen Literatur von Bohumil Hrabal bis Jáchym Topol. Voller Fabulierlust und Tragikomik nimmt Josef Pánek den Leser mit in die Welt der menschlichen und männlichen Unzulänglichkeiten.

Josef Pánek: "Liebe in Zeiten des Klimawandels". Berlin (Klak) 2020. ISBN: 978-3-948156-20-6
esterl-300
Ossi Heindl: 
"Max Esterl und der Waldprophet"

Der siebte Fall des Bayerisch-böhmischen Ermittlers Max Esterl.

Im Bayerisch-Böhmischen Grenzgebirge tauchen Gerüchte auf, dass der berühmte Waldprophet Matthias Stormberger nach eineinhalb Jahrhunderten wiederauferstanden ist.
Der pensionierte Kriminalbeamte Max Esterl, der eigentlich nur seinen wohlverdienten Ruhestand genießen möchte, ist ein Skeptiker, der nicht an so einen "Schmarrn" glauben will. Esterls Frau Eva aber hat eine Freundin, die dem Propheten mit Haut und Haar verfallen ist. Um die Freundin zu retten, lässt sich der Ex-Kommissar Max Esterl hineinziehen in den Kampf gegen den geheimnisumwitterten Propheten, und er erfährt am eigenen Leib, dass es Dinge gibt, die unsere Vorstellungskraft übersteigen.

Ossi Heindl: "Max Esterl und der Waldprophet". Grafenau (Ohetaler) 2020.
ISBN: 978-3-95511-110-6   Erscheint am 15.3.2020
warten-kafka

Eine literarische Seelenkunde Tschechiens

"Was man hier erlebt, das ist manchmal so absurd wie in einem Theaterstück von Václav Havel. Oder vertrackt wie in einer Erzählung von Franz Kafka. Sie finden, ich übertreibe? Dabei habe ich doch noch gar nicht angefangen. Außerdem: Die Geschichten stimmen vielleicht nicht immer alle hundertprozentig, aber dann hätten wir uns nicht in der Kneipe treffen dürfen, wenn Sie die absolute Wahrheit hören wollen."
Martin Becker versammelt Biographien und Geschichten tschechischer Autorinnen und Autoren und verbindet sie in seinen Essays mit leichter Hand zu einer literarischen Seelenkunde des Landes. Es sind Geschichten vom Ankommen und vom Abschied. Vom Bleiben, obwohl man es nicht mehr erträgt. Vom Gehen, obwohl man lieber bleiben möchte. Von unwahrscheinlichen Begegnungen und vom Humor, vom Zauber und von der Melancholie. Beckers Buch lädt ein, Tschechien aus einem anderen Blickwinkel zu erleben und sich in der eigenwilligen Literatur des Landes zu verlieren.

Martin Becker, 1982 geboren. Macht Radio. Schreibt Bücher. Mag Hunde. Er ist in der sauerländischen Kleinstadt Plettenberg aufgewachsen, freier Autor für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk, Literaturkritiker beim Deutschlandfunk und bei Deutschlandradio Kultur und berichtet in Features und Reportagen unter anderem aus Tschechien, Frankreich, Kanada und Brasilien. 2007 erschien sein mehrfach ausgezeichneter Erzählband "Ein schönes Leben", 2014 sein Roman "Der Rest der Nacht", 2017 sein Roman "Marschmusik", außerdem die Anthologie "Die letzte Metro. Junge Literatur aus Tschechien" (gemeinsam mit Martina Lisa). 

Martin Becker: "Warten auf Kafka". München (Luchterhand) 2019. ISBN: 978-3-630-87576-7