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masochisten
Barbora Schnelle (Hg.): 
"Von Masochisten und Mamma-Guerillas"

Neue tschechische Dramatik

Der erste Band der neu gegründeten Reihe "Drama Panorama" widmet sich der tschechischen Gegenwartsdramatik.

Als Herausgeberin der Anthologie "Von Masochisten und Mamma-Guerillas" wählte Kuratorin Barbora Schnelle bereits beim Festival tschechischer Gegenwartsdramatik präsentierte Stücke und ergänzte sie um weitere Theatertexte.
Die Themen reichen von der grotesken Darstellung der Ausbeutung in der globalisierten Arbeitswelt in Roman Sikoras "Bekenntnis eines Masochisten" über feministische Stücke der Dramatikerinnen Anna Saavedra und Kateřina Rudčenková und die Problematik mehrsprachiger Beziehungen (Eva Prchalová) bis hin zu dokumentarischen Themen des Zweiten Weltkriegs wie Tomáš Vůjteks "Die Anhörung". Weiter wird der korrupte tschechische Politiker-Typus mit seiner Leidenschaft für Bier und Gänsebraten parodiert (S.d.Ch.), die allgemeine Vertuschung der Doping-Skandale der sozialistischen Sportler*innen bei einem Radiogespräch demontiert (David Drábek), die Beziehungen zum aktuellen Heimatbegriff untersucht (David Zábranský), oder es werden ironisch-utopische Strategien zur Erhaltung der tschechischen Kultur in Zeiten der globalen Migrationen entwickelt (Petra Hůlová).

Das Buch wird gefördert durch den Deutsch-tschechischen Zukunftsfonds, das Kulturministerium der Tschechischen Republik, das Institut der Künste – Theaterinstitut Prag sowie die Agentur Dilia o.s.

Barbora Schnelle (Hg.): "Von Masochisten und Mamma-Guerillas" (1. Band der Reihe "Drama Panorama"). Berlin (Neofelis) 2018. ISBN: 978-3958082144. Erscheint am 31.5.2018
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Heinrich Böll: "Der Panzer zielte auf Kafka"

Heinrich Böll und der Prager Frühling

"Die Dummheit des Arguments Panzer und Waffen war so niederschmetternd..." - Am 20. August 1968 reiste Heinrich Böll auf Einladung des tschechoslowakischen Schriftstellerverbands nach Prag. Zeit für die offiziell geplanten Gespräche blieb ihm nicht, denn kurz darauf rückten die Truppen des Warschauer Paktes ein, und die Besatzung begann.
Vier Tage verbrachte Böll gemeinsam mit seiner Frau Annemarie und seinem Sohn René in der Stadt, in der die Träume von einem "Sozialismus mit menschlichem Antlitz" brutal zerschlagen wurden. Der Widerstand der Prager durch alle Bevölkerungsschichten hindurch beeindruckte ihn zutiefst. Böll tat das ihm Mögliche, seine Solidarität auszudrücken, sprach im Radio, schilderte für lokale Zeitungen seine Beobachtungen der Ereignisse. Als er wieder abreiste, versprach er den tschechischen Schriftstellerkollegen, so viel und oft wie möglich über das, was er gesehen hatte, zu berichten und darüber zu schreiben. Böll hielt Wort. Die Ergebnisse seines Engagements versammelt erstmals dieses Buch. Erscheinungsdatum: 7.6.2018
Heinrich Böll: "Der Panzer zielte auf Kafka". Köln (Kiepenheuer & Witsch) 2018.
Kindle-Edition
ASIN: B076WCDMLS
ISBN: 978-3-462-31730-5
holan
Vladimír Holan: "Das Vorletzte/Předposlední"

Übersetzt von Věra Koubová, kommentiert von Urs Heftrich und Michael Spirit.

Die Niederschlagung des Prager Frühlings bedeutete das Ende der dichterischen Freiheit in der ČSSR. Auch für Vladimír Holan, der sich nach Jahren stalinistischer Publikationsverbote endlich in der Rolle des öffentlich geehrten Dichterfürsten hatte üben dürfen, brach eine weitere dunkle Zeit an. Noch im Mai 1968 war er zum "Nationalkünstler" ernannt worden, doch gerade diese staatliche Ehrung und seine Popularität unter den Anhängern des Reformkurses machten ihn in den Augen des neuen Regimes verdächtig.
Holans letzte beide Gedichtbände durften zu seinen Lebzeiten nicht mehr erscheinen. In deutscher Sprache ist dieses Vermächtnis des Dichters praktisch noch unbekannt. Holans vorletztes Buch - "Das Vorletzte" - wird nun erstmals vollständig übersetzt vorgelegt.

Das Buch bildet den Band 11 der 2018 im Heidelberger Winter-Verlag erschienenen Reihe der gesammelten Werke Vladimír Holans. Das Buch erschien zweisprachig: deutsch und tschechisch.

Vladimír Holan: "Das Vorletzte/Předposlední" (= Band 11 der Reihe "Vladimír Holan: Gesammelte Werke. Lyrik VIII: 1968-1971). Heidelberg (Winter) 2018
ISBN: 978-3-8253-6785-5
amsee
Bianca Bellová: "Am See"

Ein Junge zieht aus, um die Wahrheit über seine Eltern zu erfahren. Eine berührende Coming-of-Age-Geschichte vor der bildstarken Kulisse eines postsowjetischen Industriesees.

Bianca Bellová, die spannendste neue Stimme der tschechischen Literatur, erzählt bildgewaltig und schonungslos - eine Geschichte wie ein Traum. Nami wächst bei seinen Großeltern in einem Fischerdorf am Ende der Welt auf. Die Bewohner glauben an einen Seegeist, der über ihr Schicksal bestimmt. Doch als der
See Nami das bisschen nimmt, das er hatte, beschließt er, sein Schicksal in die eigene Hand zu nehmen. Er will seine Mutter finden und bricht in die Hauptstadt auf. Nami begegnet tiefer Grausamkeit neben echter Freundschaft. Doch dem See entkommt er nicht.

Der Roman entstand 2016 unter dem tschechischen Titel "Jezero". Die deutsche Übersetzung durch Mirko Kraetsch erschien 2018 im Züricher Verlag "Kein & Aber".


Bianca Bellová wurde 1970 in Prag geboren und ist Schriftstellerin, Übersetzerin und Dolmetscherin. Sie ist die Autorin mehrerer in ihrem Heimatland gefeierter Romane und Novellen. Für ihren neusten Roman "Am See" wurde sie mit dem tschechischen Buchpreis "Magnesia Litera" sowie mit dem European Union Prize for Literature ausgezeichnet.

Bianca Bellová: "Der See". Zürich (Kein & Aber) 2018.
ISBN: 978-3-0369-5778-4
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Vratislav Maňák: "Der Mann in der Uhr"

Eine Geschichte aus der Zeit des Jugendstils, in der sich Krimi und Steampunk vereinigen.

Um die Wende zum 20. Jahrhunderts, zur Zeit des letzten habsburgischen Kaisers Franz Joseph I., kommt auf dem Bahnhof der Stadt Makovín eine ungewöhnliche Familie an: der Erfinder Leo Schina, seine Frau Ludovika und ihre acht Jahre alte Tochter Lenka. Herr Schina will dem Bürgermeister eine seiner Erfindungen vorführen – das zusammenklappbare Hotelzimmer. Als aber Lenka auf dem Bahnhof entdeckt, dass an der großen Uhr ein Zeiger fehlt und stattdessen ein kleiner Mann die Zeit anzeigt, begibt sie sich auf eine ebenso dramatische wie gefährliche Suche nach dem gestohlenen Zeiger.

Vratislav Maňák: "Der Mann in der Uhr". Düsseldorf (Karl Rauch) 2018.
ISBN: 978-3-7920-0369-5