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POWIDL-Serie: Gesundheit in Tschechien
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Historisch gesehen waren Böhmen und Mähren stets das "Sanatorium" des Habsburgerreiches. In keinem Winkel der einstigen Monarchie findet man eine derart hohe Dichte an Gesundheitseinrichtungen. Seien es das klassische "böhmische Bäderdreieck" Karlsbad-Marienbad- Franzensbad, das nordböhmische Teplitz (Teplice) oder das mährische Luhacovice. Bad Jachymov ist einer der wenigen Kuranstalten die eine Radon-Kur anbietet. Grenzüberschreitende Medizinbehandlungen sind mittlerweile schon normal, sei es In Ungarn, Tschechien oder der Slowakei, obwohl vor allem der preisliche Gedanke noch im Vordergrund steht.
Bei Zahnbehandlungen sind beispielweise die Vorurteile, dass es nur im eigenen Land hervorragende Mediziner gibt, einigermaßen ausgeräumt. Ähnlich verhält es sich bei der plastischen Chirurgie. Neu ist nun das Thema Altenpflege bzw. Altenpflegeheime im benachbarten Ausland. Pflegepersonal aus Tschechien oder der Slowakei ist bereits in Österreich und Deutschland anerkannt und gefragt. Nun bieten aber auch höchstmoderne Pflegeheime ihre Dienste für deutschsprachige Ausländer an. Einen großen Unterschied gibt es aber: Das Preis-Leistungs-Verhältnis in den Ländern.
Powidl berichtet in den nächsten Ausgaben speziell über die Nutzung tschechischer Gesundheitseinrichtungen.
Teil 1: Pflegewesen bei Demenzerkrankungen in Tschechien
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Der Wandel in der Altersstruktur in den westlichen Industriegesellschaften bringt einen stets wachsenden Anteil an Menschen mit sich, die auf dauerhafte professionelle Pflege angewiesen sind. Nach Angaben der europäischen Statistikbehörde Eurostat leiden in Österreich und Deutschland zurzeit zirka 1 Prozent der Gesamtbevölkerung über 65 Jahren an Alzheimer oder anderen Demenzerkrankungen.
Tschechische Alzheimer-Gesellschaft orientiert sich am Pflegewesen in den Niederlanden und Schweden Seit 1996 gibt es die Tschechische Alzheimer-Gesellschaft mit Sitz in Prag sie dient als wichtigste Anlaufstelle für Erkrankte und deren Angehörige. Die Non- Profit-Organisation setzt sich vor allem für ein lebenswertes Dasein in Würde und Respekt für die Demenzerkrankten und kontrolliert und zertifiziert Pflegeeinrichtungen in Tschechien, was im Einklang mit dem Sozialministerium erfolgt. Mittlerweile sind in Tschechien 39 moderne Pflegeanstalten, die höchste internationale Kriterien erfüllen, entstanden.
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Zum Standard gehören beispielweise Therapien mit Tieren, Musiktherapien, Taj-ji und soziale Therapien wie Beziehungstherapie etc.. Die überwiegend privat geführten Häuser öffnen mittlerweile ihre Türen auch Ausländern und verfügen über deutschsprachiges Personal. Vor allem im unmittelbaren Grenzbereich Tschechiens ist die Vorstellung, einen alten Menschen in einem bestens ausgestatteten Altenheim zu wissen, durchaus vorstellbar. Ein Lokalaugenschein in einem Pflegeheim keine acht Kilometer hinter der österreichischen Grenze durch die POWIDL- Redaktion hinterließ einen positiven Eindruck: Modern, sauber, und ein liebevoller Umgang mit den Kranken. "Unsere Pflegephilosophie basiert auf Würde und Respekt - Zivilbekleidung, Sorgfalt und Reinigung der Wäsche, Achtsamkeit auf das Erscheinungsbild von Menschen mit Demenz. Es ist uns wichtig, auch die Angehörigen im Rahmen von Beziehungstherapien in die Pflege einzubeziehen", sagt Jiri Dusek, Gründer der Gesellschaft Anavita, die seit 2010 von der tschechischen Alzheimer-Gesellschaft höchstbewertete, auf Demenzerkrankungen spezialisierte Pflegeheime betreibt.
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Wir konnten uns selbst überzeugen, dass nicht nur das Personal, sondern auch viele der Patienten deutsch sprechen. Eine interessante Komponente kommt dazu: Die Begegnung mit Menschen aus einem anderen Land, die Herausforderungen einer neuen Sprache trainiert gleichzeitig das Gedächtnis. Also eine durchaus überlegenswerte Variante. Vor allem dann wenn man sich aus finanzielle Gründen diese Standards im eigenen Land nicht leisten kann. in Deutschland kostet so eine Unterbringung in der Pflegeklasse 3 lt. "Die Welt" ca. 2.900 Euro in Monat. In Österreich liegen die Preise ähnlich, nur mit dem Handicap, dass zusätzlich Arbeitsaufwand bei vielen Einrichtungen extra bezahlt werden muss.
Informationen: Tschechische Alzheimer-Gesellschaft: www.alzheimer.cz Deutsche Alzheimer-Gesellschaft: www.deutsche-alzheimer.de Österreichische Alzheimer-Gesellschaft www.alzheimergesellschaft.at office@powidl.eu
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Was eine genaue Kalkulation nahezu unmöglich macht. In Tschechien hingegen werden je nach Pflegestufe Pauschalen angeboten. Dieselbe Pflegestufe würde in einem Heim der Top-Klasse um die 1.200 Euro im Monat ausmachen. Die Sozialversicherung in Deutschland bezahlt das Pflegegeld auch im EWR-Raum, jedoch keinen Hilfslosenzuschuss. In Österreich wird auch das Pflegegeld bezahlt und kann lt. Gesundheitsministerium unter bestimmte Voraussetzungen auch ein Hilfslosenzuschuss bezahlt werden. Abschließend kann man sagen, dass man ein tschechisches Altenheim ohne weiteres ihn seine Auswahl mit einschließen kann und einen Vergleich nicht scheuen sollte, sofern die geographische Lage es zulässt.
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Was benötigt ein EU- Bürger zur Aufnahme in ein Pflegeheim in Tschechien?
  • genehmigtes Formular E-121
  • ausgefüllter Aufnahmeantrag der Pflegeeinrichtung
  • Vormerkung
  • Ärztliche Stellungnahme über den Gesundheitszustand und die Medikation