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Am 24. März trat der gleichnamige Sohn des ehemaligen Präsidenten Václav Klaus als Vorsitzender der von ihm gegründeten EU-Austrittspartei Trikolóra zurück. Anlässlich einer außerordentlichen Parteipräsidiumssitzung gab Klaus in einer Erklärung bekannt, er werde die Parteiführung verlassen, im Herbst nicht mehr für die Abgeordnetenkammer kandidieren und sich aus dem öffentlichen Leben und aus den sozialen Netzwerken zurückziehen. Sein Vater erklärte daraufhin, er würde den Abschied seines Sohnes aus der Politik als schweren Verlust betrachten und möchte versuchen, dessen Entscheidungen rückgängig zu machen.

"Obwohl wir von der Entscheidung unseres Obmannes überrascht sind, können wir sie dennoch menschlich verstehen", sagte das neue Führungsgremium der Trikolóra in einer Presseerklärung. Klaus habe Hervorragendes geleistet und eine neue Bewegung aufgebaut. Die Partei werde sich weiterhin auf die Wahlen im Herbst vorbereiten. Gemeinsam mit den Kleinparteien "Die Privaten (Soukromní)" und der "Partei der freien Bürger (Svobodní)" wurde bereits eine gemeinsame Wahlplattform geschaffen. "Wir werden unsere Verpflichtungen gegenüber unseren Partnern, mit denen wir zusammengearbeitet haben, nachkommen. Wir haben mit ihnen telefonisch kommuniziert und vereinbart, genauso weiterzumachen", sagte Majerová Zahradníková.

Sie betonte, dass sie die Parteiführung aufgund der Statuten übernommen habe. Eine Parteiversammlung, auf der eine neue Führung gewählt werden soll, sei erst nach den Wahlen geplant. Somit sei es eine verfrühte Frage, wer für den Vorsitz kandidieren werde. In seiner Abschiedserklärung führte Klaus jun. an, dass seine Partei bei den Regionalwahlen landesweit 3,4 Prozent der Stimmen erreicht hat. Es wurden Strukturen in allen Regionen Tschechiens geschaffen worden, und es wurde eine größere Summe an Wahlkampfgeldern akquiriert. "Der Fehler liegt bei mir. Ich habe keine Energie mehr", erklärte der Präsidentensohn.

Nachdem er 2019 aufgrund von Meinungsverschiedenheiten zur Europapolitik aus der bürgerlich-konservativen Partei ODS ausgeschlossen worden war, gründete Klaus die EU-Austrittsbewegung "Trikolóra". Die Bewegung spricht sich gegen mehr Rechte von Schwulen und Lesben aus, hat einen kritischen Zugang zu allen Fragen des Klimawandels, tritt gegen "Multikulturalismus" auf und fordert ein Zurückdrängen des Sozialstaates. Die Bewegung Trikolóra war ganz auf die Persönlichkeit von Václav Klaus jun. zugeschnitten. Der Großteil seiner Wähler kann sich die Partei ohne ihren Gründer nicht vorstellen.

Obwohl die Voraussetzungen schlecht sind, könnte Trikolóra mit dem Wahlbündnis dennoch für eine Überraschung bei den Parlamentswahlen sorgen, ist sich der Soziologe Jan Herzmann sicher. In einem Interview mit den "Lidové noviny": "Fünf Prozent könnten sie schon erreichen. Es besteht die Möglichkeit, der ODS und der weit rechten SPD Wähler zu entziehen, wenn eine starke und interessante Persönlichkeit die Führung übernimmt", so Herzmann. Laut dem Boulevardmedium "Expres" steht die Hälfte der Trikolóra-Anhänger hinter der neuen Parteichefin Majerová Zahradníková, aber eine immer größere werdende Gruppe fordert, dass Václav Klaus sen. das Ruder übernehmen solle. Auf die Frage von Expres, ob der Ex-Präsident die Bewegung möglicherweise in die Wahlen führen werde, entgegnete Majerová Zahradníková scharf: "Verbreiten Sie keine Wahnvorstellungen!"
Václav Klaus jun. verlässt Partei und Politik
Der Hintergrund des überraschenden Rückzugs des Trikolóra-Parteichefs Václav Klaus jun. aus Partei und Politik ist rätselhaft. Er selbst spricht von "Energieverlust", andere Quellen aus der Trikolóra berichten, er sei durch die wachsende Kritik von seinem Vater niedergeschlagen worden. Martin Chmela, Parteifunktionär aus der Region Zlín, behauptet, dass politische Gegner kompromittierendes Material gegen Klaus gesammelt haben und ihn damit unter Druck gesetzt haben. Die Partei wird bis zur Wahl von der bisherigen Stellvertreterin Zuzana Majerová Zahradníková geführt.
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