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Kaum Beteiligung beim Warnstreik der Lehrer
07.11.2019
Bild: Streik Gemälde von Mihály von Munkácsy, 1895, gemeinfrei
Neben den geschlossenen Bildungsstätten gab es an gut der Hälfte der tschechischen Schulen zumindest "eingeschränkten Unterricht", vermeldete die Lehrergewerkschaft. Für die Organisatoren des Streiks war der vergangene Mittwoch eine herbe Niederlage. Dabei war die Stimmung innerhalb der Lehrerschaft laut Gewerkschaft bis zuletzt aufgebracht. Die vergangenen 20 Jahre seien die Lehrer massiv vernachlässigt worden. Ihre Gehälter seien die viertschlechtesten im EU-Raum, und wegen der niedrigen Einstiegsgehälter sei es den Schulen kaum möglich, neue Lehrkräfte zu bekommen. "Die Versprechen der Regierung, die Tariflöhne dynamisch zu erhöhen, werden sich nicht erfüllen", warnte der Chef der Lehrergewerkschaft, Pavel Dobšík.

Um acht Prozent sollten die Lehrergehälter steigen, zwei weitere Prozent stünden Schulleitern zu - das war das Angebot von Bildungsminister Robert Plaga (ANO). Dobšík und seine Gewerkschafter forderten aber zehn Prozent für alle. Der Minister zeigte für den initiierten Warnstreik wenig Verständnis. "Bei den Verhandlungen ging es nie um eine weitere Aufstockung der Gehälter. Es ging immer nur um die Verteilung von elf Milliarden Kronen, die den Schulen für einen Anstieg der Tariflöhne zugesichert wurden. Dabei war klar, dass ein Teil den Schulleitern zur Auszahlung von Boni bereitgestellt wird. Deshalb habe ich im Vorfeld die Streikbereitschaft der Gewerkschaften nicht verstanden, und genauso wenig verstehe ich den heutigen Streik", meinte Plaga.

Plagas Partei- und Regierungschef Andrej Babiš unterstützte die Argumentation des Bildungsministers: "Die Lehrer und andere Mitarbeiter im Schulwesen haben noch nie so viel Geld zusätzlich bekommen, noch nie in ihrem Leben", betonte der Premier. Schon vor dem Streiktermin erklärte Babiš, die Regierung werde auf den Streik nicht reagieren und ihren Plan für die Gehaltssteigerung der Lehrer nicht ändern. Nicht zuletzt aufgrund dieser Aussagen könnten viele Pädagogen in einem Ausstand keinen Sinn gesehen haben und gaben der Gewerkschaft einen Korb. 
Der Traum vieler Schüler ist vergangenen Mittwoch wahr geworden. Eine Schule ohne Lehrer, denn diese legten ihre Arbeit nieder. Die Pädagoginnen und Pädagogen kämpfen für eine Gehaltserhöhung, und der von der Regierung angebotene Kompromiss wurde als zu wenig weitreichend abgelehnt. Der Warnstreik der Lehrer war aber nur bedingt erfolgreich: Es beteiligte sich weitaus weniger Lehrpersonal als von der Gewerkschaft erhofft - denn von den zugesagten 50 Prozent aller tschechischen Schulen streikten letztendlich nur 13 Prozent. Für den Großteil der Schüler hieß es also trotzdem: "Schulbank drücken!"
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Streik. Gemälde von Mihály von Munkácsy, 1895
12.11., 18h
Best Bowling
Prag 17, Řevnická 1

13.11., 9h
DTIHK-Kuppel
Prag 1, Václavské nám. 40

18.-20.11.
Hotel Grandior
Prag 1, Na Poříčí 42
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IN TSCHECHIEN:

12.11., 10h
Campus Bohunice
Brno, Palachovo nám. 5

15.11., 19h
Národní dům na Smíchově
Prague 5, Nám. 14. řijna 16
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