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Innenräume stellten derzeit das größte Risiko in der Verbreitung des Coronavirus dar, begründete Gesundheitsminister Adam Vojtěch die neuen Verordnungen. In Tschechien wurden in den letzten zwei Tagen jeweils über 1100 neue positive Tests gemeldet. Die Maskenpflicht soll laut Gesundheitsminister zu Beginn der kälteren Jahreszeit die Übertragung in geschlossenen Räumen reduzieren. Die Situation in den Schulen werde dabei genauestens beobachtet, da sich hier seit Ferienende bereits Infektionsherde gebildet haben. "Tatsache ist, dass wir seit Beginn des Schuljahres 144 betroffene Schulen haben. Das ist keine kleine Zahl", sagte Vojtěch. Schulkinder müssen beim Betreten des Gebäudes die Maske aufsetzen, im Unterricht dürfen sie sie ablegen. Berufstätige, die an einem Ort arbeiten, der einen Abstand von mindestens zwei Metern zu anderen Kollegen oder Kunden ermöglicht, sind von der Maskenpflicht ausgenommen. Alle Lokale bleiben wie gehabt geöffnet, nur zwischen Mitternacht und 6h Früh herrscht totales Gastro-Verbot. Zum Essen und Trinken - also auf gut Tschechisch: solange ein Bier auf dem Tisch steht - darf die Maske abgenommen werden.

Von der Maskenpflicht sind weiters Kleinkinder und Kindergartenpersonal, Menschen mit einer psychischen Störung und Sportler bei der Ausübung ihrer sportlichen Tätigkeit ausgenommen. Das Gesundheitsministerium gab auch noch weitere Ausnahmen an: Brautpaare während der Hochzeit, Geistliche während des Gottesdienstes, Teilnehmer bei Gerichtsverfahren, Fernseh- und Radiomderatoren oder Künstler bei der Aufführung. "Das ist im Kontext mit der Situation, die bei uns ist", kommentierte Premier Andrej Babiš die im Eilverfahren geschaffenen Maßnahmen. "Auf der Grundlage von Empfehlungen von Experten entschied sich das Ministerium für die landesweite Einführung der Maskenpflicht in Innenräumen, weil sie zum Schluss kamen, dass die Zahlen nicht nur in Prag und Mittelböhmen, sondern auch anderswo wachsen. Wir müssen einfach das Virus ernst nehmen", sagte Babiš. Nach Angaben des Premiers werde auch das "Contact-Tracing" für positiv getestete Personen weiterentwickelt.

Roman Prymula, Regierungsbeauftrageter für Gesunddheitsfragen kommentierte das rasche Ansteigen der positiven Fälle: "So, wie die Kurve im Moment aussieht, wird es noch einige Wochen lang zu einem Anstieg kommen. Auch wenn wir jetzt Super-Maßnahmen ergreifen, wird der Anstieg erstmal weitergehen. Wir müssen jetzt zum einen die Kapazitäten in den Kliniken absichern und zum anderen den Anstieg eindämmen, damit er nicht exponentiell, sondern linear verläuft."  Wahrscheinlich werde die Maskenpflicht über den gesamten Herbst und Winter andauern.

Die Millionenstadt Prag hat in letzter Zeit besonders viele positive Tests geliefert. "Bei den zunehmenden Fällen überwiegen die jungen Menschen zwischen 20 und 30 Jahren, die offenbar vergessen haben, dass wir immer noch vom Coronavirus umgeben sind. Wir müssen uns weiterhin schützen und können uns nicht so verhalten wie in der Vor-Corona-Zeit", sagte die Leiterin des Prager Gesundheitsamtes, Zdeňka Jágrová. Auf der aktuellen Corona-Ampel des Gesundheitsministeriums wurde die Hauptstadt orange eingefärbt.
Die Maßnahmen müssen parlamentarisch bestätigt werden. Die Minderheitsregierung aus der Babiš-Partei ANO und den Sozialdemokraten (ČSSD) kann sich diesmal nicht auf die Stimmen der Kommunisten (KSČM) verlassen. KSČM-Vorsitzender Vojtěch Filip kritisierte bereits im Vorfeld die landesweiten Maßnahmen, weil sie im Widerspruch zur Corona-Ampel stehen. Die Meinung der Kommunisten teilen die Rechtsextremen: "Obligarorische Flächenmaßnahmen sollten dort stattfinden, wo es zu Ausbrüchen kommt, andernfalls sollten sie auf freiwilliger Basis erfolgen", sagte SPD-Vorsitzender Tomio Okamura.

Der bürgerliche Parlamentarier im Gesundheitsausschuss, Prags Ex-Bürgermeister Bohuslav Svoboda, meinte, die Masken wurden zu spät eingeführt. "Abgesehen von den Masken haben wir nichts, um die Ausbreitung zu verlangsamen, da die 'intelligente Quarantäne' nicht funktioniert", sagte er. Für die christdemokratische KDU-ČSL ist die Situation katastrophal. "Die Regierung soll den zentralen Krisenstab aktivieren", forderte Parteichef und Ex-Gesundheitsminister Marian Jurečka.

Die Sozialdemokraten in der Regierung sind nicht abgeneigt, dieser Forderung nachzukommen. Vizepremier, Innenminister und ČSSD-Obmann Jan Hamáček sagte vergangenen Mittwoch nach der abendlichen Kabinettssitzung: "Die Landeshauptmänner fordern einen zentralen Krisenstab, weil er eine sehr effektive Kommunikationsplattform war. Ich würde ihn also nicht verhindern, ich würde ihn sogar empfehlen." In der Regierung gab es dazu aber keinen Konsens. Gesundheitsminister Vojtěch gab an, dass es für solch einen Schritt noch zu früh sei.

Industrie und Wirtschaft kritisieren vorwiegend die Art und Weise, wie die Politik in der Corona-Zeit ihre Entscheidungen trifft. "Wir verstehen, dass die Regierung weitere Maßnahmen ergreift. Sie werden jedoch voreilig getroffen", sagte der Präsident der Handelskammer, Vladimír Dlouhý. Die landesweit eingeführte Maskenpflicht verschlechtert die wirtschaftliche Situation für viele Unternehmen, vor allem aus dem Sektor der Gastronomie, aber auch im Gewerbe und im Dienstleistungsbereich.
Maskenpflicht voraussichtlich bis Ende des Winters
10.09.2020
Was ursprünglich nur für die Hauptstadt Prag gedacht war, wird nun in ganz Tschechien umgesetzt. Nach einer Blitzaktion der Regierung ist seit Donnerstag, 10. September, das Tragen eines Mund-Nasenschutzes in Innenräumen verpflichtend. Ausnahmen gibt es in Schulklassen während des Unterrichtes, in Lokalen zur Konsumation von Speisen und Getränken oder am Arbeitsplatz, sofern die Möglichkeit gegeben ist, den Mindestabstand einzuhalten. Alle Lokale müssen zwischen 0h und 6h morgens geschlossen bleiben. Die Maskenpflicht könnte bis Ende des Winters in Kraft bleiben.
Bild: Pikist
maskenpflicht
16.9., 8.30
Bustour - Abfahrt vor DTIHK
Prag 1, Václavské nám. 40

19.9., 14h
Golfclub Hodkovičky
Prag 4, Vltavanů 546

7.10., 18.30
Restaurace U Medvídků
Prag 1, Na Perštýně 7
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ENGLISCHSPRACHIGE VERANSTALTUNGEN
IN TSCHECHIEN:

16.9., 9h
British Chamber
Prague 1, Václavské nám. 19

23.9., 9.30
AmCham
Prague 1, Dušní 10

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