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Löhne in Tschechien
cz2017
"Arme" Supermärkte müssen Gehälter kräftig erhöhen, um den Betrieb aufrecht zu erhalten
Au, das tut weh. In Tschechien sind die deutschen Lebensmittelgiganten
plötzlich in der Hand der Mitarbeiter. Auf einmal hört man ungewöhnliche Töne aus der Branche, wie "Wir wollen der beste Arbeitgeber sein" oder "Wir wollen die harte Arbeit unserer Mitarbeiter belohnen".
09.05.2018
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Die Liste der wichtigsten und einflussreichsten Unternehmen in Tschechien
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Löhne & Gehälter
in Tschechien

Lidl hat den Lohnkampf eröffnet, und Kaufland zieht nun nach und hat angekündigt, den Anfangslohn für Mitarbeiter in den Läden der Logistik und Massenproduktion ab 1.Juni um 26 Prozent zu erhöhen. Der Mindestlohn der Angestellten in den untersten Positionen beträgt 24.000 Kronen brutto (939 Euro). In Prag sind es zirka 2.000 Kronen (51 Euro) mehr. 

Neben der Gehaltserhöhung verspricht Kaufland auch noch Sondervergütungen, wie 80 Kronen (3,10 Euro) Essengutscheine, Prämien für Nachtschichten, Sonderurlaubstage, eine Multisport-Card und sonstige Prämien. "Mit der Löhnerhöhung wollen wir unseren Mitarbeitern signalisieren, dass wir ihre harte Arbeit zu schätzen wissen", sagt Renata Maierl, Pressesprecherin von Kaufland Czech Republic. "Wir wollen ein attraktiver Arbeitgeber bleiben. Wir bieten flexible Arbeitszeiten an, von ganztägig, acht Stunden, über verschiedene Formen von Teilzeitarbeit bis hin zu Schichtvereinbarungen. Wir halten diese Anpassung an die Bedürfnisse der Mitarbeiter, gerade in der aktuell schwierigen Arbeitsmarktsituation, für sehr wichtig", ergänzt Maierl.

Seit Anfang des Jahres kämpft Kaufland mit extremem Personalmangel in den Filialen. Im Januar hat man in der deutschen Zentrale entschieden, keine von Agenturen vermittelten Zeitarbeiter mehr aufzunehmen, und diese durch eigene Mitarbeiter zu ersetzen. Eine offensichtlich nicht sehr kluge Entscheidung, da es bis jetzt nicht gelungen ist, dieses enstandene Loch zu stopfen.
23.5., 16.30
Palais Schwarzenberg
Prag 1, Hradčanské nám. 2

4.6., 14.30
Galerie Mánes
Prag 1, Masarykovo nábř. 1

4.6., 18h
Stopkova pivnice
Brünn, Česká 5
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ENGLISCHSPRACHIGE VERANSTALTUNGEN
IN TSCHECHIEN:

15.5., 11h
AmCham offices
Prag 1, Dušní 10

19.5., 13h
Becketts Pub
Prag 2, Londýnská 22

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Ausgangsbasis ist der Arbeitskräftemangel in Tschechien, der immer akuter wird. Die Branchenriesen sind zurzeit gezwungen, tief in die Tasche zu greifen, um das Personal halten zu können, respektive neues Personal zu rekrutieren.
kauflandLIDL-exporeal-start-standardfiliale
Paradox: Schwesterunternehmen lizitieren sich gegenseitig hoch
Eigenartig ist, dass sich die Schwesternunternehmen Lidl und Kaufland, die beide zur Schwarz-Gruppe gehören, gegenseitig im Kampf um das Personal hochlizitieren. 
Lidl hat bereits im März die Einstiegsgehälter für Verkaufs- und Kassenpersonal auf Landesebene 28.000 Kronen brutto (1.095 Euro) und in Prag auf 29.143 (1.140 Euro) angehoben, mit der Option einer weiteren Lohnerhöhung. "Im vergangenen Jahr haben wir unseren Mitarbeitern mit einer deutlichen Lohnerhöhung für ihre großartige Arbeit und unseren Erfolg, an dem sie einen großen Anteil haben, gedankt. Wir wollen der attraktivste Arbeitgeber der Branche sein, also die erste Wahl für die Besten. Wir betrachten die hervorragende Bewertung der sehr anspruchsvollen Arbeit als Grundlage und haben uns entschieden, einen weiteren Schritt zu machen", sagte Pavel Stratil, Generaldirektor von Lidl Czech Republic. "Lohnerhöhungen und flexible Arbeitszeiten sollen die Basis sein, unseren ehrgeizigen Plan, weitere zweitausend neue Mitarbeiter in den nächsten drei Jahren aufzunehmen, zu erfüllen", ergänzt Stratil
Bild: Kaufland
Bild: Lidl
Die Konkurrenz steht unter Zugzwang
Dass die neue Lohnpolitik der Schwarz-Gruppe eine echte Kampfansage gegenüber der Konkurrenz ist, beweist die Tatsache, dass zum Beispiel Penny Market Discount zwar auch die Gehälter erhöht hat, aber das Einstiegsgehalt eines Vollzeitkassiers im Durchschnitt zwischen 18 und 21 Tausend Kronen (704 u. 821,50 Euro) liegt.

Ähnlich verhält sich bei anderen großen Einzelhandelsketten wie etwa bei Albert und Tesco. Es ist jedoch wahrscheinlich, dass diese sich, nach dem Muster des Wettbewerbs, an den Meistbietern orientieren müssen. Zu befürchten ist allerdings, dass die kleineren Ketten wie beispielsweise Coop, die wichtige Nahversorger sind, auf der Strecke bleiben und bei der Hochpreis-Lohnpolitik der Multis nicht mithalten können.