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Esel, Ochs und Jesulein

Mit dem Beginn der kalten Jahreszeit verwandeln sich wieder die schönsten Plätze in Tschechiens Städten in stimmungsvolle Adventmärkte, die Kinderaugen leuchten lassen. Festliche Beleuchtung, oftmals Naturkrippen mit "echten" Tieren, ein riesiger, geschmückter Weihnachtsbaum und Marktstände mit viel Spielzeug und Süßigkeiten.

Die "Powidl"-Redaktion will ehrlich sein. Allerorts haben Weihnachtsmärkte schon seit langem ihre Unschuld verloren. Das gilt auch für Tschechien. Wie in allen europäischen Städten findet man hier Massenware aus Fernost, viel Kitsch und wenig Originelles. Die typische böhmisch-mährische Handwerkskunst mit Holz und Keramik ist auf dem Rückzug. Landestypisch ist in erster Linie das kulinarische Angebot an Kartoffelpuffer "Bramborák" (für cholesterin-empfildliche Personen eher ungeeignet) sowie das Angebot an Glühwein ("svařák"), Punsch und heißem Honigwein ("medovina") - leider nur allzu oft von fragwürdiger Qualität.

Was allerdings die böhmischen und mährischen Weihnachtsmärkte trotzdem zu einem unvergesslich schönen Erlebnis macht, ist das wirklich einzigartige Ambiente. Die Kulisse am Prager Altstädter Ring mit der geheimnissvoll beleuchteten Theinkirche und dem Altstädter Rathaus im Hintergrund zum Beispiel, zählt zu dem Schönsten, was die Welt im Dezember zu bieten hat. Unter dem hell erleuchteten Baum ist eine Krippe mit echten Tieren (Esel, Ziegen, Schafe), die stets von einer Schar Kinder umgeben sind. Auf der Bühne direkt am Altstädter Ring treten mehrere Chöre und Tanzgruppen aus der ganzen Tschechischen Republik auf. Besonders stolz sind die Veranstalter, dass heuer auch wieder renommierte internationale Ensembles aus Australien, Spanien und den USA auftreten werden.

Der Weihnachtsbaum auf der Prager Burg wird zwar etwas im Schatten von Veitsdom und St. Georgs-Basilika stehen, der Markt punktet aber mit seinen Weihnachtskonzerten der "Chorea Bohemica", die im Spanischen Saal der Burg gespielt werden. 

Während die Märkte am Wenzelsplatz und beim Pulverturm hauptsächlich Touristen ansprechen, gelten die Weihnachtsmärkte am Friedensplatz (nám. Míru) in Prag 2 und am Georg-von-Podebrad-Platz (nám Jiřího z Podebrad) im 3. Bezirk als die Märkte der Prager.

Außerhalb der Hauptstadt gibt es in nahezu jeder Stadt einen Weihnachtsmarkt auf dem Hauptplatz. Zu den schönsten davon zählen der Markt auf dem UNESCO-geschützten Oberen Ring (Horní nám.) in Olmütz und der Pilsener Markt vor dem Rathaus. Lohnende Adventziele sind auch Budweis und Krumau in Südböhmen, Ostrau und Königgrätz. Weitere Ausflugsziele nahe der Grenze sind Znaim, Neuhaus/Jindřichův Hradec, Eger/Cheb und Karlsbad.

In Mährens Metropole Brünn setzt man traditionell am zentralen Freiheitsplatz (nám. Svobody) auf anspruchsvolle musikalische Begleitung. Ensembles von Folklore bis Jazz, dazu rührende, Weihnachtslieder singende Kinder aus den Brünner Schulen. Der Markt am kleineren Platz des Krautmarktes (Zelný trh) gibt sich bodenständig. Beim speziellen Advent-Honigwein kommt des öfteren Après-Ski-Stimmung auf.

Fazit: Es sind wahrscheinlich nicht die feilgebotenen Waren auf den tschechischen Weihnachtsmärkten, die den Reiz des böhmisch-mährischen Advents ausmachen. Das einzigartige Ambiente aber, und oft auch der künstlerische Rahmen machen diese Orte aber zweifelsohne zu einem Erlebnis und sind durchaus auch in der Lage, auch einen Weihnachtsmarkt-Muffel zu begeistern.
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Altböhmische Weihnacht
Tschechiens schönste Adventmärkte
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