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Österreichische Wirtschaftsbeziehungen mit Tschechien kommen wieder in Fahrt Wer die kürzlich zu Ende gegangene Brünner Maschinenbaumesse besucht hat, nimmt den Eindruck mit nach Hause, dass Optimismus und Zuversicht was Handelsbeziehungen zwischen Österreich und Tschechien anlangt, wesentlich stärker ausgeprägt sind als in den vergangenen Jahren. Besonders in der Maschinen- oder in der Automatisationsbranche sind österreichische Unternehmen in Tschechien sehr aktiv. Bei einem Pressegespräch im Rahmen der Maschinenbaumesse präsentierten Christian Miller, Leiter der österreichischen Außenwirtschaft Prag und Martin Zak, Leiter des AustrianTrade Büros Brünn auf dem österreichischen Gruppenstand die aktuellen Zahlen zu den österreichisch-tschechischen Wirtschaftsbeziehungen. 2016: Gute Konjunktur hält an Nach dem Spitzenjahr 2015 mit einem Wirtschaftswachstum von +4,5% ist die Dynamik zwar heuer geringer Tschechien kann aber weiterhin positiv in die Zukunft blicken: Die Arbeitslosenrate hält sich mit 4 % auf einem historisch niedrigen Niveau, die Reallöhne wachsen, die Zinssätze bei Verbraucherkrediten und Hypotheken sind rekordmäßig niedrig. Die gute Lage am Arbeitsmarkt und die soliden Aussichten lassen laut Umfragen den Verbraucher optimistisch sein - die Bevölkerung scheut daher nicht davor zurück, sich für den Konsum zu verschulden. So stimuliert der Privatkonsum weiteres Wachstum. Freude am wachsenden Verbrauch der Haushalte haben aber nicht nur die Händler, sondern auch der Finanzminister: Die Steuereinnahmen sind heuer gegenüber dem Vorjahr stark gestiegen auch dank der entsprechenden Maßnahmen der Finanzverwaltung um Steuerhinterziehung zu verhindern. 2015 hat mit einer beachtlichen Steigerung der österreichischen Exporte nach Tschechien von 9,4% und der Importe aus Tschechien von 2,8% einen neuen Rekordwert (EUR 10,3 Mrd.) im bilateralen Handelsvolumen gebracht. Und im 1. Halbjahr 2016 ist der bilaterale Außenhandel erneut gewachsen: unsere Ausfuhren stiegen um 1,9% auf EUR 2,35 Mrd. und die Einfuhren um 5,3% auf EUR 2,84 Mrd. Damit hat sich auch heuer bislang der österreichisch-tschechische Warenhandel besser entwickelt als Österreichs Warenhandel insgesamt. Dynamisch enwickelt hat sich heuer wieder die mit Abstand wichtigste österreichische Ausfuhrposition - die Maschinen und Verkehrsmitteln“ - mit einem Anteil von 40% an den Gesamtexporten - hier konnten wir um 10,5% zulegen. Die detailliertere österreichische Exportstatistik zeigt, dass vor allem die österreichischen Anbieter von Maschinen von der boomenden Industrie Tschechiens weiterhin profitieren und die Chancen für Industriezulieferungen gut genutzt wurden bspw. elektrische Maschinen und Geräte: +6%, Kraftmaschinen und ausrüstungen: +125%, Maschinen für verschiedene Zwecke: +26%. Auch die Ausfuhren von Straßenfahrzeugen haben sich mit +14% - davon PKW +19% und KFZ-Teile und zubehör +13% - sehr gut entwickelt. Aktuell ist Tschechien für Österreich mit einem Anteil von 3,6% weltweit hinter Deutschland, USA, Italien, Schweiz und Frankreich die sechstwichtigste Exportdestination, importseitig nimmt es mit 4,3% nach Deutschland, Italien, China, Schweiz und USA ebenfalls den sechsten Rang ein. Damit ist Tschechien bereits seit längerer Zeit innerhalb der EU-28 für Österreich nach Deutschland, Italien der drittwichtigste Handelspartner und in Mittel- und Osteuropa der wichtigste Export- und Handelspartner. Laut ÖNB beläuft sich der Bestand österreichischer Direktinvestitionen in Tschechien per Ende 2015 auf EUR 10,7 Mrd. (Ende 2014: EUR 10,2 Mrd.) Für österreichische Firmen bleibt Tschechien nach Deutschland und den Niederlanden weltweit das drittwichtigste Zielland für Direktinvestitionen. Laut tschechischer Nationalbank (CNB) beläuft sich der Bestand 2014 an ausländischen Direktinvestitionen auf insgesamt EUR 100,1 Mrd. - die Topinvestoren sind die Niederlande (Anteil: 24%), Österreich (13,2%) und Deutschland (12,6%), die somit zusammen einen Anteil von 50% der ausländischen Direktinvestitionen haben. Elf Jahre nach Aufnahme der ersten mitteleuropäischen Länder in die EU fällt die Bilanz für die heimische Wirtschaft sehr positiv aus. In Summe sind 39 Mrd. EUR wieder nach Österreich zurückgeflossen und kamen somit dem Wirtschaftssystem zugute. (Wiener Institut für Internationale Wirtschaftsvergleiche WIIW). Alleine die Investitionen in sieben Nachbarländern Österreichs - nur die Werte für Bulgarien fehlen - haben zwischen 2006 und 2014 Gewinne in Höhe von 31 Mrd. EUR abgeworfen. Ein gutes Viertel - rund 8,3 Mrd. EUR - wurde in den jeweiligen Staaten wieder investiert. Der Rest der Gewinne, also 22,7 EUR Milliarden, ist nach Österreich zurückgeflossen. Die mit Abstand höchsten Rückflüsse gab es aus Tschechien: 6,7 Mrd. EUR. Auf Platz Zwei folgt Ungarn mit 3,8 Mrd. Euro. Österreichs Nachbarland ist aufgrund seiner gesunden Wirtschaftsstruktur mit einer starken exportorientierten Industrie (Industrieanteil: 28% des BIP damit Spitzenreiter unter den EU-Ländern), dem natürlichen Aufholbedarf, dem soliden Finanzsektor und der im mittelosteuropäischen Vergleich kaufkräftigen Verbraucher ein attraktiver Absatzmarkt und beliebter Investitionsstandort. Auch wenn die Wirtschaftsdynamik heuer ein wenig niedriger als 2015 sein wird, bleiben die Aussichten vielversprechend. Welche Chancen ergeben sich daraus? Aufgrund der tschechischen Wirtschaftsdynamik bieten sich für österreichische Firmen bei entsprechendem Einsatz viele interessante Absatzchancen in verschiedenen Bereichen. Das Rückgrat der Wirtschaft Tschechiens ist die exportorientierte Industrie, besonders die Produktion von Verkehrsmitteln und Maschinen, die in erster Linie nach Westeuropa, allen voran Deutschland, exportiert werden. Um auf diesen Märkten zu reüssieren, braucht man erstklassige Produkte. Um diese zu produzieren, braucht man wiederum Top-Maschinen und Top-Vormaterialien und das bieten österreichische Unternehmen. Weitere Chancen liegen im Sektor intelligentes und energiesparendes Bauen (erneuerbare Energiequellen, Niedrigenergiebauweise, Haussteuerung und -technik etc.), Umwelttechnik & Infrastruktur. Und durch die wachsenden Realeinkommen der Bevölkerung haben auch höher wertige Konsumgüter immer bessere Chancen. Quelle: Außenwirtschaft Austria
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