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Die Regierung hat durch ihre Covid-Maßnahmen die tschechische Wirtschaft so stark unter Druck gesetzt, dass sie sich bis heute nicht erholt hat, so eine Analyse von Moore CR. Die Tschechische Republik hatte im vergangenen Jahr das viertschlechteste Wachstum in der EU. Chaotische und fehlgeleitete Maßnahmen seien dafür verantwortlich, so die Analyse. 
Tschechien hat sich von den Covid-Maßnahmen nicht erholt
28.07.2022
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Das Bruttoinlandsprodukt der Tschechischen Republik lag zu Beginn dieses Jahres noch unter dem Niveau von Ende 2019, dem Zeitraum vor der Covid-Pandemie. Ende 2021 lag es bei 97,8 Prozent des Wertes von Ende 2019. Zehn EU-Länder haben das BIP-Niveau von vor der Pandemie nicht erreicht. Nur Spanien, Portugal, Italien und Österreich haben die Pandemie wirtschaftlich schlechter bewältigt als Tschechien, so eine Analyse der Beratungsgruppe Moore CR. "Die vergleichende Analyse zeigt, dass die überwiegende Mehrheit der Länder die Auswirkungen der Pandemie und der Folgemaßnahmen auf ihre Wirtschaft besser bewältigt hat", so Moore CR-Partner Petr Kymlička.

Seiner Meinung nach sind mehrere Faktoren für das wenig schmeichelhafte Ergebnis der Tschechischen Republik verantwortlich. "Einer davon waren die oft überzogenen und meist chaotischen Maßnahmen zur Bekämpfung der Epidemie, sowie die unsystematische staatliche Unterstützung", meinte Kymlička. Die Maßnahmen, die zur Verhinderung der Ausbreitung der Krankheit ergriffen wurden, führten nicht zu positiven Ergebnissen, was die Zahl der Pandemieopfer angeht. Gemessen an der Zahl der Todesfälle pro Million Einwohner steht die Tschechische Republik an vierter Stelle in der EU, erklärte er.

Weiters sagte er, die Ausgleichsinstrumente zielten vor allem darauf ab, die Beschäftigung zu erhalten, da der überhitzte Arbeitsmarkt eines der größten Probleme der tschechischen Wirtschaft in den letzten Jahren gewesen sei. "In gewisser Weise hat unser Land die Gelegenheit verpasst, den Markt von ineffizienten Unternehmen zu säubern, was den Prozess der Umstellung auf eine Wirtschaft mit höherer Wertschöpfung verzögert. Gleichzeitig ist die fiskalische Expansion in dieser Zeit zu einem wichtigen Faktor für den dramatischen Anstieg der Inflation in diesem Jahr geworden, von dem die Tschechische Republik mit am stärksten betroffen ist", so Kymlička.

Der Vergleich zeige auch, dass drei der vier Nachbarländer der Tschechischen Republik sehr ähnlich sind. Auch das BIP von Deutschland, Österreich und der Slowakei lag im Vergleich zu 2019 unter 99 Prozent, wobei Österreich sogar noch etwas schlechter abschnitt als die Tschechische Republik, wie die Daten zeigen. Eine Ausnahme bildet Polen, dessen Wirtschaft in zwei Jahren um insgesamt 3,6 Prozent gewachsen ist.

Irland, dessen BIP seit Ende 2019 um mehr als 20 Prozent gewachsen ist, hat laut der Analyse das beste Wirtschaftswachstum erzielt. "Der Grund für die außergewöhnliche Gesundheit der irischen Wirtschaft, selbst in diesen komplizierten Zeiten, ist die Anwendung gezielter, aber zeitlich begrenzter Beschränkungen zur Bekämpfung der Pandemie. Damit ist Irland die einzige Volkswirtschaft in der EU, die im Jahr 2020 ein Wachstum verzeichnete. Es sollte jedoch betont werden, dass Irland eine hoch entwickelte wissensbasierte Wirtschaft mit Schwerpunkt auf Dienstleistungen und Hochtechnologie ist", fügte Kymlička hinzu. Insgesamt verzeichneten neun EU-Länder seit Ende 2019 ein BIP-Wachstum von mehr als zwei Prozent und erzielten trotz der Krise eine Rekordleistung. 
Bild: By Gustavo Basso - https://www.flickr.com/photos/gustavocb/49913440386, CC BY-SA 4.0
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