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Was halten die Tschechen von den Covid-19-Maßnahmen?
70 Prozent der Tschechen befürworten die Grenzsperren. Was die Bewegungsfreiheit im Tschechien selbst anlangt, sind die Beschränkungen für mehr als die Hälfte der Befragten nicht mehr erforderlich und sollten aufgehoben werden. Was der Bevölkerung der Tschechischen Republik zur Zeit besonders abgeht: Ein Besuch beim Frisör. Dies geht aus einer Studie hervor, die am 16. April vom Unternehmen European National Panels, das sich auf Umfragen im CEE-Raum spezialisiert hat, durchgeführt worden ist. 
23.04.2020
Obwohl der Meinungsprozess ein dynamischer ist und sich die Antworten auf den Entwicklungsstand der Corona-Bekämpfung von Anfang bis Mitte April beziehen, lässt sich ein klares Bild über den Zuspruch der Notstandsmaßnahmen durch die tschechische Regierung erkennen. Sie werden vorwiegend positiv gesehen. Und: Unter den Mittel- und Osteuropäischen Staaten (die Umfrage wurde in allen Visegrád-Staaten und in Bulgarien durchgeführt), ist die tschechische Bevölkerung die optimistischste, was die Bewältigung der Corona-Krise anlangt.

Bei den meisten in die Umfrage einbezogenen Notstandsmaßnahmen sprachen sich die Menschen in Tschechien im Allgemeinen dafür aus, diese zumindest vorübergehend aufrechtzuerhalten. Beim Thema "Home-Office" gab sogar mehr als ein Zehntel der Befragten an, dass sie es, wo immer möglich, dauerhaft behalten würden. Die größte öffentliche Unterstützung wird für das obligatorische Tragen von Nasen- und Mundschutz gewährt, das nach Angaben von etwa drei Viertel der Tschechen unbedingt erforderlich sei, solange sich das Virus weiter ausbreitet. Für die Einschränkung der Bewegungsfreiheit innerhalb der Tschechischen Republik gab es eine geringe Unterstützung, ebenfalls für die Schließung von Einkaufszentren und die Unterbrechung des Unterrichts. Etwa ein Zehntel der Tschechen hält diese beiden Einschränkungen bereits jetzt für unnötig.
zuspruch-covid19
Datenquelle: European National Panel/Hospodářské noviny
Grafik: powidl.eu/Stefan Weiß
Laut der Umfrage wird das Auslandsreiseverbot von der Öffentlichkeit in hohem Maße unterstützt. Für 70 Prozent der Tschechen ist dies aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus notwendig. Nur sechs Prozent der Befragten halten dies für unnötig und etwa ein Viertel der Befragten möchte das Verbot so schnell wie möglich aufheben. Ein Fünftel der Umfrageteilnehmer hält ein Tourismusverbot in der Tschechischen Republik (Binnentourismus) jedoch für nicht erforderlich, und weitere zwei Fünftel der Befragten würden die Einschränkungen der Bewegungsfreiheit so bald wie möglich aufheben. Die Tschechen stehen keiner Maßnahme so negativ gegenüber wie dieser. 60 Prozent sind dagegen.

Die Umfrage zu den nationalen Pandemie-Maßnahmen untersuchte auch die Stimmung der Bevölkerung der V4-Länder und Bulgariens im Zusammenhang mit der Coronavirus-Krise. Panik- und Pessimismusindizes sind in der Tschechischen Republik von allen beobachteten Ländern am niedrigsten. Im Gegensatz dazu sind die Menschen in Polen und Ungarn am meisten besorgt über das Coronavirus und die damit verbundenen wirtschaftlichen Probleme. Von den Einwohnern aller genannten Länder haben die Tschechen das größte Vertrauen in die staatlichen Maßnahmen gegen das Coronavirus. Im Gegensatz dazu haben die Bulgaren das geringste Vertrauen in den Staat.

Mehr als 100.000 Menschen in der Tschechischen Republik, Polen, Ungarn, Bulgarien und der Slowakei nahmen an der European National Panel-Umfrage teil. Das Projekt wird von European National Panels, einer Tochtergesellschaft von Nielsen Admosphere, NMS Market Research und STEM / MARK, gesponsert.