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Prager Geschichte, Wiener Charme und wohnen wie in Montmartre

Die von Touristen überlaufene tschechische Hauptstadt bietet auch interessante Alternativen. In einer kleinen Nebenstraße im 10. Bezirk von Prag befindet sich die ARCO Guesthouse Künstlerpension, deren Betreiber eine spezielle Philosophie für die Betreuung seiner Kunden entwickelt hat.
Entwicklung spielte auch bereits im früheren Leben des gebürtigen Wieners Günther Krumpak eine große Rolle. Er war einst Bereichsleiter bei der Österreichischen Computer Gesellschaft, Vorstand von ITBeurope und Autor des Jahrbuches "IT-Business in Österreich". Im Jahr 2005 wurde er zum Generalsekretär des Verbandes der österreichischen Softwareindustrie gewählt. Vor 13 Jahren kam dann die entscheidende Wende in seinem Leben. Anlässlich eines IT-Kongresses in Prag war er von der Stadt so fasziniert, dass er hier hängen blieb. "Ich hatte Prag als graue unwirtliche Stadt in Erinnerung und war anlässlich meines Aufenthalts während des Kongresses völlig überrascht, wie sich Prag gewandelt hat, und ich habe mich in die Stadt richtiggehend verliebt." Krumpak switchte von der IT zu seinem Hobby Geschichte und Kultur, vornehmlich die seiner neuen Heimat. Forscher und Entwickler blieb er nach wie vor, nur dass sich die Forschung nun auf weithin unbekannte historische Plätze und die Geschichte rund um Prag fokussierte. Die Entwicklung folgte mit der Übernahme der Künstlerpension, einem kleinen Hotel mit sieben Zimmern. 
Angewidert vom oberflächichen Massentourismus in der Hauptstadt, entwickelte der IT-Spezialist sein eigenes Tourismus-Programm. Allerdings nicht in HTML-Version, sondern einfach von Mensch zu Mensch. "Es gibt viele Menschen, die mehr von Prag wissen wollen, als in den Prospekten steht, oder auch solche, die Verwandte in Prag oder Tschechien hatten, und Erkundigungen einholen möchten. Wir versuchen diesen Menschen die gewünschten Informationen, wie in Wien üblich bei einem 'Kaffeetscherl', zu übermitteln. Auf Wunsch besuchen wir mit ihnen auch die gefragten Plätze, machen Führungen oder geben einfach nur Tipps", erklärt der Hausherr.
Den Luxus, den Vier- oder Fünf-Sterne-Hotels optisch ausstrahlen, kann man in der Künstlerpension tatsächlich erleben. Schon die Lage ist gut gewählt. Nicht weit vom Zentrum, aber fernab der Massen, in einer kleinen Seitenstraße. Die Außenfassade lässt bereits darauf schließen, dass es sich nicht um eine "gewöhnliche" Unterkunft handelt. Die Rezeption mit Frühstückscafé ist einfach, aber gemütlich, und wenn man in Richtung der Zimmer und Appartements geht, sticht eine kleine Ganggalerie ins Auge. "Wir haben alte Bilder und verschiedene Dinge auf den Prager Flohmärkten gesammelt und in die Pension einfließen lassen", so Krumpak weiter.


14.02.2019
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Bücher braucht der Reisende, der in der Künstlerpension absteigt, keine einpacken, denn im ganzen Haus findet man Minibibliotheken mit Büchern in verschiedenen Sprachen. Neben Klassikern sind auch viele über die Geschichte und Kultur von Tschechien darunter. Die Zimmer sind schlicht, mit viel Liebe zum Detail eingerichtet. Die Farbenkompositionen in den Räumen werden dem Namen "Künstlerpension" insofern gerecht, als sie das Gefühl vermitteln, man könnte sich auch in Montmartre befinden. Die Appartements sind sehr geräumig und optimal für Familien, wobei es für Kinder in der Pension eine Menge zu entdecken gibt. Dass Hausherr Krumpak sich auch wirklich Gedanken um das Wohl der Gäste gemacht hat, stellt man spätestens dann fest, wenn man Waschlappen und Bademantel im Badezimmer vorgefunden hat. 
Auch das Frühstücksbuffet unterscheidet sich schon rein optisch von dem, was man in Etablissements gleicher Kategorie normalerweise vorfindet. Dazu kommt, dass auf Vegetarier, Veganer oder Menschen mit Allergien das Frühstück individuell abgestimmt werden kann. "Wir gaukeln den Menschen nichts vor, wir wissen, dass wir keine Luxuspension sind, wir versuchen aber mit persönlichem Service und individuellen Feinheiten ein Wohngefühl zu vermitteln, zu dem die großen Häuser aufgrund ihrer Struktur nicht in der Lage sind", so Krumpak.
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Ein Hauch von Marrakesch

Hört man Krumpak mit seinen Gästen über den vergangenen Glanz von Prag, von bewegenden geschichtlichen Schicksalen der Hauptstadt oder den Erfinder des "echten VW-Käfers" sprechen, erinnert das fast an Marrakesch, nur mit dem Unterschied, dass Krumpak ein Geschichte- und kein Geschichtenerzähler ist. Man könnte ihm stundenlang zuhören.

"Konzeptlos essen", im Liegestuhl Kino erleben, Ausflug in die Weinberge
Auch die Infrastuktur rund um die Künstlerpension ist mehr als ansprechend. In unmittelbarer Nachbarschaft befindet sich das Bistro "Konzept 0", wo man ausgezeichnete Kleinigkeiten serviert bekommt. Das Besondere an dem Lokal ist, dass es nur zwei große Tische gibt und die Leute zusammenrücken müssen. Für Menschen, die Kommunikation suchen, ein guter Platz. Radio oder Stereoanlage sind verpönt, dafür gibt es einen klassischen Plattenspieler, wobei die Platten von der Betreiberin händisch gewechselt werden. Wer Beach-Feeling im Kino erleben möchte, sollte das sich in unmittelbarer Nachbarschaft befindliche und vor Kurzem revitalisierte Kino Pilotů aufsuchen. "Im Liegestuhl mit Blick auf die Leinwand" könnte der Werbslogan für das Kino lauten. Möglich ist dies in einem der Nebensäle (Saal 3), wo man versucht, neben dem klassischen Kinosaal alternatives Kinofeeling zu vermitteln. Die Kapazität ist auf 15 Personen limitiert. Filme gibt es auch in originaler Sprache, sodass sich ein Besuch doppelt lohnt. Einerseits, um Kino in einer besonderer Atmosphäre zu erleben, und andererseits, das Kino von innen zu sehen.

Nur einen Katzensprung von der Künstlerpension entfernt befindet sich der Havlíčekpark. Betritt man die Parkanlage in der Erwartung eines klassischen Stadtparks, findet man sich plötzlich inmitten von Weinbergen wieder. 
Mittendrin ein Holz-Weinpavillon, in dem man den Hauswein verkosten und 
sich eine der immer wechselnden Ausstellungen ansehen kann. Begleitet von Springbrunnen, Wasserkaskaden und Seen stößt man auf einen weiteren Pavillon, der ursprünglich als Schießanlage gedient hat und heute als Restaurant geführt wird, oder auf eine Villa im Neo-Renaissance-Stil, die allerdings nur zeitweise öffentlich zugänglich ist. Das absolute Highlight ist aber die künstliche Grotte, errichtet im italienischen Renaissance-Stil, die heute als alternative Kulturbühne dient.
Fotos: Günther Krumpak
Bilder: Günther Krumpak
19.2., 9.30
DTIHK-Seminar
DTIHK-Kuppel
Prag 1, Václavské nám. 40

21.2., 18h
Metropole Zličín
Prag 17, Řevnická 1

4.3., 18h
Stopkova pivnice
Brünn, Česká 5
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ENGLISCHSPRACHIGE VERANSTALTUNGEN
IN TSCHECHIEN:

19.2., 9.30
Zetko (Kotva)
Prag 1, Nám. Republiky 8

28.2., 95
BritCham
Prag 1, Na Florenci 15
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