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Branchenübersicht - neue Daten 2020
AKTUALISIERT
Die Vorstandsmitglieder des teilverstaatlichen Energieunternehmens ČEZ haben trotz Krisenzeiten Anspruch auf die volle Höhe ihrer Jahresvergütung für das vergangene Jahr. So erhält der Vorstandsvorsitzende und CEO, Daniel Beneš, insgesamt fast 34,9 Millionen CZK (1,4 Mio. Euro) an Boni. Das ist aber noch nicht alles. Er wird zusätzliche Boni von ČEZ-Tochtergesell-schaften erhalten. Das ergibt sich aus dem Vergütungsbericht, den das Unternehmen auf seiner Website veröffentlicht hat.
Die acht Mitglieder des Vorstands der ČEZ erhalten für das vergangene Jahr eine Gesamtvergütung von fast 135 Mio. CZK. Im Durchschnitt erhält jeder von ihnen 16,9 Millionen Kronen (643.000 Euro). Die ČEZ Energy Group hatte im vergangenen Jahr einen Nettogewinn von 9,9 Milliarden CZK (400 Mio. Euro) erzielt, 81 Prozent mehr als im Vorjahr.

Die variable Komponente der Vergütung hängt von der Erreichung von Leistungsindikatoren ab, die vom Aufsichtsrat festgelegt und bewertet werden. Dank der variablen Komponente hat Beneš Anspruch auf 20,2 Mio. CZK (816,4 Tsd. Euro) und die feste Komponente beläuft sich auf weitere 14,7 Mio. CZK (594 Tsd. Euro).

Kunden zahlen 60 Prozent und mehr an Stromkosten
In der letzten Woche hat die ČEZ ganz erhebliche Preiserhöhungen angekündigt, in einigen Fällen werden Kunden, deren Bindung endet, 60 Prozent oder mehr zahlen. Andere Energieunternehmen bewegen sich jedoch in die gleiche Richtung und begründen dies mit den hohen Preisen an den Energiebörsen und der allgemeinen Unsicherheit über den Krieg Russlands gegen die Ukraine.

Für viele Haushalte werden solche Preissteigerungen jedoch finanziell untragbar, weshalb die Regierung nun Lösungen entwickelt, um die Energierechnungen zumindest teilweise zu senken. Das Ministerium für Industrie und Handel, das für diesen Bereich zuständig ist, arbeitet derzeit an dem Konzept eines Spartarifs. Dieser würde je nach dem Energievolumen der einzelnen Haushalte variieren, das durch eine Verteilungsquote bestimmt wird. Der Staat würde dann einen Teil des Verbrauchs subventionieren, um so den Strompreis zu senken. Haushalte, die diese Spargrenze überschreiten, müssen den vollen Betrag berappen. Eine ähnliche Regelung ist auch für Gas vorgesehen.

Laut Industrie- und Handelsminister Jozef Síkela soll ein solches System die Menschen dazu motivieren, Energie zu sparen, und den Verbrauch um 15 bis 20 Prozent zu senken. Die angedachten Maßnahmen dürften den Staatshaushalt bis zu 24 Milliarden CZK (1 Mrd. Euro) kosten.

Die teilverstaatliche ČEZ könnte wieder zum Staatsbetrieb werden
Dies ist jedoch nicht die einzige ins Auge gefasste Lösung. Nach Angaben von des Wirtschaftsmagazins SZ Byznys ist auch die vor fünf Jahren diskutierte Option einer Aufspaltung der ČEZ wieder im Gespräch. Damals erwog der Staat als größter Anteilseigner eine Aufteilung der Holding in einen "traditionellen" Teil mit Kernkraftwerken oder fossilen Kraftwerken und einer "grünen" ČEZ, die alternative Energiequellen inklusive Handel und Vertrieb betreibt.

Ziel des Vorhabens war es, die 100%ige Kontrolle über den Produktionsteil der ČEZ durch den Staat zu erreichen. Der Anteil des Staates an der "grünen" Sparte sollte auf dem Kapitalmarkt verkauft werden und privaten Investoren überlassen werden. Der Hintergedanke dabei ist, dass es so dem Staat dadurch erleichtert würde, ČEZ voll in den Bau von Kernkraftwerken zu integrieren, die nach der Abschaltung der Kohlequellen das Rückgrat des tschechischen Energiesektors bilden sollen.

Über den Bau neuer Blöcke wird jedoch seit Jahren diskutiert, und der Bau des neuen Blocks in Dukovany, der bereits im Gange ist, wird mit ziemlicher Sicherheit nicht bis zu dem angekündigten Termin 2036 abgeschlossen sein, und kann in einer Zeit der unmittelbar bevorstehenden Energiekrise und steigender Energiepreise nicht gerade als Lösung angesehen werden.

Kommentar: Während sich die Vorstandsmitglieder der ČEZ vermutlich im privaten Saunabereich vom Shoppen erholen, werden sich ihre zahlenden Kunden am offenen Feuer wärmen. Ein Sittenbild unserer gegenwärtigen Gesellschaft. 


ČEZ-Vorstand casht 135 Mio. CZK (5,5 Mio. Euro)
an Boni ab
01.06.2022
Bilder: Press ČEZ
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ČEZ-CEO Daniel Beneš
7.-9.6.
Messe Brünn
Brünn, Výstaviště 1

9.6., 9h
DTIHK-Kuppel
Prag 1, Václavské nám. 40

23.6., 17.30
Deutsche Botschaft Prag
Prag 1, Vlašská 19
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ENGLISCHSPRACHIGE VERANSTALTUNGEN
IN TSCHECHIEN:

3.6., 18h
Villa Rudolfa
Černošice 
(Central Bohemia), 
Zdeňka Lhota 469 

18.6., 8.30
Točna Airport
Prague 12, Točna 256
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