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"Es ist kurz vor den Wahlen, und jeder Regierung tut es gut, wenn sie rechtzeitig ihre nicht erfolgreichen Minister auswechselt", sagte Zeman im Bezug auf Blatný und Petříček in einem Interview gegenüber den "Parlamentní listy". Gemeinsam mit den Ministern forderte Zeman auch die Ablöse der Direktorin der tschechischen Arzneimittelbehörde SÚKL, Irena Storová. Der Streit um die Anschaffung von Sputnik V auch ohne EU-weite Zulassung wird vor allem in Moskau sehr ausführlich kommuniziert. "Zeman beschuldigte den Chef des Gesundheitsministeriums, Menschen getötet zu haben, weil er sich geweigert hatte, Sputnik V zu kaufen", titelte die kremlnahe Zeitung "Rossijskaja gazeta".

Nachdem die ungarische Regierung "hinter dem Rücken der EU" dem russischen Vakzin eine Zulassung erteilt hat, wird nun auch in der italienischen Region Lombardei Sputnik gespritzt. In letzterem Fall soll die rechte Lega Nord-Regionalregierung sowohl die italienische Zentralregierung, als auch die EU übergangen haben. Eine solche "Notzulassung" ist am 10. März auch im Prager Parlament besprochen worden. Gesundheitsminister Blatný hat sich in der Debatte dagegen ausgesprochen, Sputnik ohne Genehmigung der Europäischen Arzneimittelagentur zu verwenden. Seine Position wurde dabei von einem großen Teil der Opposition unterstützt, insbesondere von den Bürgerdemokraten (ODS), den Piraten, den Christdemokraten (KDU-ČSL) und der liberalen TOP'09.

"Vielleicht ist der Impfstoff gut, aber wenn wir das nicht bestätigt haben, dürfen wir keine Ausnahme gewähren, sagte der Mediziner und ODS-Abgeordnete Bohuslav Svoboda. Die Piraten-Abgeordenten Jan Lipavský und Tomáš Martínek betonten die Notwendigkeit, das alle Vakzine nach denselben Kriterien beurteilt werden müssen. Sie verstehen nicht, warum ein russischer Impfstoff bevorzugt werden soll, sagten die Piraten. Den Vorwurf des Mobbing gegenüber Sputnik V entkräftete der Christdemokrat Ondřej Benešík. Es gehe nicht gegen russische Erzeugnisse, es gehe um die Sicherheit der Leute, sagte er. Anders die Kommunisten: Deren Abgeordneter Zdeněk Ondráček sagte, dass die Berufung auf die Europäische Arzneimittelagentur nur als Ausrede diene. Ihm zufolge will ein großer Teil der Bevölkerung mit dem russischen Impfstoff geimpft werden.

Für die Regierungspartei ANO meldete sich der parteifreie Abgeordnete Rostislav Vyzula mit einer Metapher: "Die Menschen sind hungrig, es gibt nicht genug Brot. Das bedeutet aber nicht, dass man Brot aus Ton herstellen soll." Gesundheitsminister Blatný legte auch im Parlament nochmals seinen Standpunkt zu Sputnik V dar: Sobald die Genehmigung der Europäischen Arzneimittelagentur vorliegt, werde er Sputnik bestellen. Er bezweifelte jedoch, dass es für die Russen überhaupt möglich sei, für viele Millionen Menschen Impfstoff im geforderten Tempo herzustellen.
Disput um Sputnik
Es ist kein Geheimnis, dass das Verhältnis zwischen Staatspräsigent Miloš Zeman und Gesundheitsminister Jan Blatný im Argen liegt. Im aktuellen Disput um Sputnik ging Zeman so weit, dass er Blatný den Rücktritt nahegelegt hat. Zeman möchte im Alleingang große Mengen des Russischen Covid-Impfstoffes Sputnik V bestellen. Das wiederum lehnt Blatný vehement ab, solange das Vakzin keine EU-weite Zulassung besitzt. Dasselbe gilt für chinesische Impfsfoffe, die ebenfalls bei Zeman hoch im Kurs stehen. Auch der sozialdemokratische Außenminister Tomáš Petříček, der in dieser Sache dem Präsidenten ebenfalls widerspricht, steht in der Prager Burg auf der Abschussliste. Laut Premier Andrej Babiš steht aber keine Regierungsumbildung zur Debatte.
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11.03.2021 
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