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Nach Bekanntwerden der Sachlage zu Vrbětice erschienen die Aussagen des ČSSD-Obmannes jedoch in einem anderen Licht. Es gab nämlich auch eine Konferenz zwischen Hamáček, dem tschechischen Botschafter in Moskau, den Oberbefehlshabern der beiden tschechischen Inlandsgeheimdienste, dem obersten Staatsanwalt und dem Polizeipräsidenten hinter verschlossenen Türen. Einer der Teilnehmer soll Interna dieser Sitzung an Seznam zprávy weitergegeben haben.
Hamáček reagierte auf die Veröffentlichung des Artikels auf Seznam zprávy mit einer Strafanzeige gegen zwei Journalisten des Servers. Er legte ihnen "üble Nachrede" und die "Verbreitung einer Falschmeldung" zur Last. Zivilrechtlich will der Politiker den Herausgeber des Mediums auf 10 Millionen Kronen (387.000 Euro) verklagen. "In dem Artikel steht, dass er auf Informationen beruht, die ein Teilnehmer der Sitzung im Innenministerium preisgegeben habe. In dem Beitrag gibt es aber kein einziges konkretes Zitat. Nur Spekulationen und Lügen", meinte Hamáček.

Ein Großteil der tschechischen Innenpolitik sieht die Sache aber völlig anders als der Innenminister. Das konservativ-wirtschaftlsiberale Oppositionsbündnis Spolu (dt. "Gemeinsam") sprach in diesem Zusammenhang von Landesverrat. "Kein einziger der Betreffenden hat während des gesamten Tages bestritten, dass der Inhalt des Artikels wahr sei. Wenn er also unwahr wäre, kann ich mir nicht vorstellen, dass sie die Anschuldigungen nicht bestreiten und erklären würden, dass es sich um eine Ente handelt. Weil nichts dergleichen geschehen ist, betrachten wir die im Artikel gemachten Feststellungen als sehr ernst", sagte die Obfrau der im Bündnis Spolu vertretenen Partei TOP'09, Markéta Pekarová Adamová, in der Parlamentsdebatte zur Causa Vrbětice.

Piraten-Chef Ivan Bartoš legte dem Innenminister den Rücktritt nahe: "Falls sich die Sache bestätigt oder aber die Erklärung Hamáčeks unzureichend sein sollte, dann sollte er zurücktreten und die persönliche Verantwortung übernehmen." Regierungschef Andrej Babiš (ANO) steht nach wie vor hinter seinem Vizepremier. Er glaube nicht daran, dass der Innenminister die Erkenntnisse der Causa Vrbětice im Gegenzug mit Lieferungen von Sputnik V austauschen wollte, sagte Babiš.
Sputnik als "Schweigegeld"? Innenminister Hamáček unter Beschuss
Am 17. April platzte in Tschechien die politische Bombe, dass russische Geheimdienstler, die in der Botschaft in Prag stationiert waren, für die Anschläge auf das Munitionsdepot Vrbětice im Jahr 2014 verantwortlich gewesen sind. Innenminister Jan Hamáček dürfte bereits mindestens eine Woche zuvor von den Erkenntnissen der tschechischen Sicherheitsdienste Bescheid gewusst haben. Laut den Recherchen des Nachrichtenservers "Seznam zprávy" plante der Minister, der auch Parteichef der Sozialdemokraten (ČSSD) ist, einen "Deal" mit dem Kreml, wonach Russland eine Million Dosen des Vakzins Sputnik V als "Schweigegeld" liefert und zudem ein Gipfeltreffen der Päsidenten Wladimir Putin und Joe Biden in Prag ermöglicht.
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Jan Hamáček - Vorsitzender der Tschechischen Sozialdemokratischen Partei (ČSSD), Erster stv. Ministerpräsident, Innenminister
Laut Seznam zprávy traf Hamáček am Donnerstag, dem 15. April mit Partei-kollegen zusammen, unter anderem mit dem Kreishauptmann von Pardubice, Martin Netolický. Dieser gab danach einem Reporter des Nachrichtenservers ein Interview, in dem er bestätigte, dass der Innenminister eine Reise nach Moskau plane. "Ich werde eine Million Sputniks mitbringen, ich habe schon alles arrangiert", soll Hamáček gesagt haben. Dadurch erhoffte er sich die "Rettung" der laut Meinungsumfragen mit dem Rücken zur Wand stehenden Sozial-demokratie.