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In der Nähe des Prager Hauptbahnhofes gibt es eine Hautchriurgie, die Professor Petr Arenberger parallel zu seiner Tätigkeit am Prager Vinohrady-Krankenhaus über zwanzig Jahre lang geleitet hat. Für Normalsterbliche ist es aber praktisch unmöglich, in dieser Praxis eine Behandlung zu erhalten. "Wir haben mehr oder weniger nur Studienpatienten mit einer gewissen Diagnose wie atopische Ekzeme, Dermatitis, Nagelpilz, etc.", erklärte die Rezeptionistin der Praxis auf Anfrage von Seznam TV. Die Datenbank des staatlichen Amts für Arzneimittelkontrolle zeigt, dass Arenbergers Praxis in den letzten drei Jahren an 38 Studien teilgenommen hat. Solche Studien werden von Pharmaunternehmen bei Krankenhäusern oder Spezialisten bestellt. Die Auftraggeber bezahlen pro klinischer Studie an einem Patienten rund 150-200.000 Kronen (5.800 bis 7.750 Euro).

Als Mitglied der Leitung des Krankenhauses Prag-Vinohrady hätte Arenberger die Einkünfte aus diesen Tätigkeiten in seinen Steuererklärungen angeben müssen. Seit 2001 leitete er in Vinohrady die Hautklinik, ein Jahr später wurde er stellvertretender Leiter für Wissenschaft und Forschung, am 1. Oktober 2019 wurde Arenberger zum Direktor des Krankenhauses ernannt. In sechs Meldungen, die er seit 2017 eingereicht hat, erwähnte er Tätigkeiten im Bereich kometischer Dienstleistungen, jedoch nur als Nebentätigkeit. Einnahmen aus klinischen Studien wurden keine gemeldet.

"Ein Beamter ist verpflichtet, Geldeinkommen oder andere Vermögensvorteile zu melden, die er in seiner Amtszeit im Breichtszeitraum erworben hat", erklärte der Leiter der Abteilung Korruptionsbekämpfung im Justizministerium, Jiří Kapras. Laut Klára Brunclíková, der Sprecherin der staatlichen Arzneimittelkontrolle, kann ein Arzt keine klinischen Studien mit Medikamenten als "kosmetische Dienstleistungen" anbieten. "Ärztliche Tätigkeiten sind kein Handwerk", sagte sie.
Professor Arenberger war mindestens seit 2004 mit klinischen Studien befasst. Die allermeisten Studien wurden aber erst ab dem Jahr 2018 durchgeführt. In diesem Jahr gab es 11, im darauffolgenden Jahr 15 Aufträge für seine Praxis. Erst nach seiner Bestellung zum Direktor des Vinohrady-Krankenhauses im Oktober 2019 ging die Anzahl an Aufträgen wieder zurück. Arenberger erklärte, dass er in den Jahren 2018-2019 in seiner Privatpraxis Studien durchgeführt hat, die "in Bezug auf das Vinohrady-Krankenhaus nicht rentabel wären, da immer nur eine sehr kleine Zahl an Probanden einbezogen wird". Über diese Aussage wunderte sich Arenbergers Kollege und Abgeordneter der oppositionellen Partei TOP'09, Vlastimil Válek: "Dass er als Krankenhausdirektor die Studien nicht in seinem Krankenhaus, sondern in seiner Privatpraxis durchgeführt hat, ist extrem. Ich habe so etwas noch nie erlebt."
Gesundheitsminister Arenbergers 
vergessene Millionen
Neuer Gesundheitsminister, neuer Skandal. Laut Angaben von Seznam TV kassierte Petr Arenberger insgesamt die Summe eines achtstelligen Kronenbetrages für klinische Studien mit Arzneimitteln, die er in seinen Steuererklärungen nicht angegeben hat. Die Studien sollen zudem über eine Konzession für kosmetische Dienstleistungen erfolgt sein, was per Gesetz nicht erlaubt ist. Arenberger beteuerte, dass die wissenschaftlichen Aktivitäten gemäß einer Gewerbeberechtigung durchgeführt worden sind. Zu weiterführenden Fragen lehnte er eine Stellungnahme ab.
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